Weiterhin Beeinträchtigungen auf der Bahnstrecke von Hamburg nach Sylt

Nach Angaben der Deutschen Bahn wurden die infrastrukturellen Einschränkungen auf der Bahnstrecke Hamburg – Westerland/Sylt durch die Schienenschleifarbeiten und Schienenwechsel inzwischen reduziert. Dennoch, so die Bahn, werde es auch in den kommenden Tagen weiterhin zu erheblichen Verspätungen durch bestehende Langsamfahrstellen kommen. Die Züge von und nach Westerland werden überwiegend in Elmshorn wenden. In Elmshorn bestehe dann Anschluss an die Züge anderer RE/RB-Linien nach Hamburg, teilt die Bahn mit. Um Verspätungen abzubauen, können außerhalb der Hauptverkehrszeit Züge im Nordabschnitt der Marschbahn (Niebüll – Westerland) ausfallen. Die Bahn rechnet eigenen Prognosen zufolge noch mit Einschränkungen bis zum 7. Juni 2018. Bis dahin werden auch in den kommenden Nächten ein Schienenschleifzug sowie Instandsetzungskräfte für den Schienenwechsel zum Einsatz kommen.

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) bezeichnete die aktuelle Situation auf der Marschbahnstrecke als dramatisch. Er erwägt, aufgrund der vielen Probleme die Strafzahlungen für die Deutsche Bahn von derzeit 350.000 Euro pro Monat zu erhöhen. Die Züge auf der Marschbahn erreichten im Mai einen Pünktlichkeitswert von weniger als 70 Prozent – vertraglich zugesagt sind jedoch 93 Prozent.


red