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Škoda erhält Auftrag zur Lieferung von 80 Straßenbahnen für den Nahverkehrsbetrieb rnv

© rnv

Škoda Transportation hat das Ausschreibungsverfahren zur Lieferung moderner Straßenbahnen für den Nahverkehrsbetrieb Rhein-Neckar-Verkehr (rnv) gewonnen. Insgesamt umfasst der Auftrag eine Basislieferung von 80 Straßenbahnen, die voraussichtlich ab 2021 zwischen den Städten Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg unterwegs sein werden. Bestandteil des Vertrages ist ebenfalls eine Option über 34 weitere Fahrzeuge. Das Auftragsvolumen liegt nach Herstellerangaben bei über 250 Millionen Euro.


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Wie beide Seiten mitteilen, wurde der Vertrag über die Lieferung von zunächst 80 Straßenbahnen zwischen der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) und dem Hersteller Škoda Transportation am Mittwoch (20. Juni) im Beisein von Vertretern des rnv-Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung unterzeichnet. Škoda Transportation erhielt diesen Zuschlag nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren. Nach derzeitigen Planungen sollen die ersten Bahnen im Jahr 2021 an die rnv geliefert werden.

„Es handelt sich um den größten Exportauftrag in der Geschichte unseres Unternehmens, sowohl in Bezug auf das Finanzvolumen, als auch was die Produktion betrifft“, erklärt Petr Brzezina, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der Škoda Transportation Gruppe. Die Strategie, sich zusätzlich auf die westlichen Märkte auszurichten, sei damit bisher voll aufgegangen. „In diesem Jahr werden wir unter anderem auch die ersten Straßenbahnen für die deutsche Stadt Chemnitz liefern. Einzigartig an der Lieferung an rnv ist, dass unsere Straßenbahnen drei Bundesländer unseres westlichen Nachbarn Deutschland miteinander verbinden werden“, so Brzezina weiter.

Die Fahrzeuge werden künftig in drei deutschen Bundesländern betrieben, nämlich in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Das Ausschreibungsverfahren für diese Straßenbahnen, an dem sich mehrere namhafte Branchenvertreter beteiligt hatten, begann bereits im März 2017. Die ersten Fahrzeuge sollen zu Beginn des Jahres 2021 in Betrieb genommen werden.

Auch im Nahverkehr des rnv sollen ab 2021 Straßenbahnen der ForCity Smart Familie zum Einsatz kommen. Hier ein Beispiel aus der finnischen Hauptstadt Helsinki. © Škoda Transportation

„Ich freue mich, dass Skoda auf unserem Schwerpunktmarkt Deutschland einen großen Erfolg erzielen konnte. Grundlage für das Projekt Rhein-Neckar-Tram 2020 sind die Fahrzeuge der ForCity Smart Familie, die in unserem finnischen Werk Transtech hergestellt werden und derzeit nach Helsinki und bald auch nach Tampere geliefert werden“, erklärt Zdeněk Majer, Vizepräsident der Škoda Transportation Gruppe und Vorstandsvorsitzender der Transtech Oy und fügt noch hinzu: „Der längste von uns zu liefernde Straßenbahn-Typ wird fast sechzig Meter umfassen. Es handelt sich somit um die längste Straßenbahn der Welt.“

„Wir wachsen für die Zukunft und unternehmen deshalb mit dem Projekt Rhein-Neckar-Tram 2020 und der Auftragsvergabe an Škoda Transportation einen Quantensprung für die weitere Entwicklung des ÖPNV in der Region. Ein leistungsfähiger und attraktiver Schienennahverkehr ist von existenzieller Bedeutung, da wir die Lebensqualität in unseren Städten nachhaltig sichern wollen. Dazu braucht es eine starke Fahrzeugflotte“, so Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der rnv. „Wir werden mit der Rhein-Neckar-Tram 2020 leistungsfähiger und kundenfreundlicher. Unsere Fahrgäste werden höheren Fahrkomfort, einen stabileren Betrieb erleben und zeitgemäße Informationssysteme im Fahrzeug nutzen können“, fügt in der Beek hinzu. „Unser Ziel ist es, dass die ersten Fahrzeuge bereits 2021 auf Strecke gehen, nachdem eine intensive Test- und Abnahmephase abgeschlossen ist“.

Škoda Transportation wird die Bahnen in drei Längen in identer technischer Ausstattung liefern – dreiteilig, vierteilig und sechsteilig. Das Pilsner Unternehmen wird für das Projekt Rhein-Neckar-Tram 2020 somit 31 Straßenbahnen mit einer Länge von ca. 30 Metern, 37 Straßenbahnen mit einer Länge von ca. 40 Metern und 12 Straßenbahnen mit einer Länge von ca. 58 Metern nach Deutschland liefern. Es handelt sich um Niederflurstraßenbahnen mit Drehgestell und einer Spurweite von 1.000 mm, die als Zweirichtungsfahrzeuge genutzt werden können. Die Fahrzeuge werden mit dem modernsten Informationssystem, Kameras und vielen weiteren Informationen ausgestattet sein. Die Höchstgeschwindigkeit dieser Fahrzeuge wird 80 km/h betragen. Die Wagen werden zugleich einen weitgehend barrierefreien Zugang für mobilitätseingeschränkte Personen ermöglichen.


red/Škoda/rnv

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