Bahnindustrie und Bahntechnik

Deutsche Bahn ordert erstmals Lokomotiven aus China

Die Deutsche Bahn hat erstmals Lokomotiven bei einem chinesischen Zughersteller geordert. Der Rahmenvertrag, der am 20. Juni in Berlin zwischen der DB und dem Schienenfahrzeughersteller CRRC Zhuzhou Locomotive unterzeichnet wurde, umfasst den Abruf von vier Hybrid-Rangierlokomotiven des Typs „AZLok“ sowie die Option auf 16 weitere Maschinen.


Die ersten Hybridlokomotiven, die für den Infrastrukturbetreiber DB Netz vorgesehen sind, sollen im Jahr 2021 ausgeliefert werden. Die Rangierloks seien unter anderem für den Transport von Baumaschinen im Berliner S-Bahn-Netz bestimmt. Laut Hersteller haben die TSI-konformen Fahrzeuge eine Leistung von 750 kW und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Sie verfügen über einen Stromabnehmer für die Stromschiene und sind mit einem kombinierten Diesel-/Elektroantrieb sowie einer leistungsfähigen Lithiumtitanat-Batterie ausgestattet. Zudem müssen die Loks über die Zugsicherungssysteme PZB und ZBS verfügen, ETCS soll vorinstalliert sein. Der Stückpreis liege laut Medienberichten bei rund 2,5 Millionen Euro.

Auf die im Sommer 2017 gestartete europaweite Ausschreibung gingen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur keine Angebote ein. Daher habe die Deutsche Bahn die Fahrzeuge schließlich bei CRRC in Auftrag gegeben.


red – aktualisiert

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