Bahnbetrieb und Eisenbahnunternehmen

Oberleitungsschaden verursacht massive Störungen im Münchner S-Bahn-Verkehr

Fahrgäste in München mussten am Dienstag (31. Juli) eine Menge Geduld und starke Nerven beweisen. Gleich mehrere Pannen auf dem S-Bahn-Netz sorgten für Störungen, Zugausfälle und Verspätungen im Großraum der bayerischen Landeshauptstadt.


Mehrere technische Probleme haben am Dienstag im Großraum München zu einem Chaos im S-Bahn-Verkehr geführt. Neben Signalstörungen, einer Fahrzeugstörung auf der S-Bahn-Stammstrecke, die für eine rund 30-minütige Verspätung sorgte, kam am späten Mittag auch noch ein Oberleitungsschaden hinzu. Damit war die derzeit einzige Verbindung von der Innenstadt zum Münchner Flughafen für mehrere Stunden komplett lahmgelegt.

Wie die Deutsche Bahn mitteilt, hatte ein Baufahrzeug an einer Autobahnbaustelle zwischen Ismaning und München-Johanneskirchen die Oberleitung berührt und dadurch auf rund 500 Metern beschädigt. Wenig später – um kurz nach 13 Uhr – fuhr eine vom Flughafen kommende S 8 in die beschädigte Oberleitung. Es folgte ein Kurzschluss, die Leitung riss und landete auf dem Zug, die Verbindung zwischen Ismaning und München-Johanneskirchen war damit unterbrochen. Wegen der hohen Restspannung auf der Leitung durften die Reisenden den Zug trotz der sommerlichen Hitze nicht verlassen, bis die Feuerwehr die Oberleitung geerdet hatte. Anschließend wurden die rund 600 Reisenden aus dem Zug evakuiert. Über den Zeitraum der Störung war ein Ersatzverkehr mit Taxis eingerichtet.

Seit den Abendstunden ist die Strecke zwischen Ismaning und München-Johanneskirchen wieder eingleisig befahrbar und die Linie S 8 verkehrt wieder durchgehend in einem 20-Minuten-Takt von/zum Flughafen. Fahrgäste müssen aber dennoch mit Verzögerungen rechnen. Die S 1, die während der Bauarbeiten zwischen Freising und Feldmoching derzeit auch über den Schienenweg der S 8 Richtung Airport fahren soll, endet bereits am Ostbahnhof. Ein 10-Minuten-Takt auf der Flughafen-Verbindung sei aktuell nicht möglich. Die Deutsche Bahn geht nach eigenen Angaben davon aus, dass sich die komplette Schadensbeseitigung bis in die Nacht zum Mittwoch hinziehen werde.


red

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