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Vermeintlicher Personenunfall entpuppt sich als übler Kinderstreich

© Mainz112

Am Dienstagnachmittag (31. Juli), gegen 16 Uhr, musste der Lokführer eines vlexx-Zuges auf der Bahnstrecke zwischen Klein-Winternheim und Nieder-Olm eine Schnellbremsung einleiten. Die erste Annahme, die Regionalbahn könnte möglicherweise ein am Gleis spielendes Kind überfahren haben, stellte sich nach bisherigen Erkenntnissen als dummer Streich heraus.


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Spielende Kinder an der Böschung der Gleise, ein Schlag gegen den Zug, rote Flüssigkeit auf der Frontscheibe: Für den Lokführer der RB 31, die auf dem Weg nach Mainz war, deutete alles auf einen Personenunfall hin. Daher leitete er umgehend eine Schnellbremsung ein und gab einen entsprechenden Notruf ab. Mit dem Einsatzstichwort „Person unter Zug“ rückten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste zum Ereignisort aus. Laut einem Bericht von Mainz112 konnte an der vermeintlichen Einsatzstelle jedoch keine Person im Bereich des Zuges gefunden werden. Auch die üblichen Spuren eines Personenschadens wurden nicht vorgefunden. Der Lokführer stand nach dem Vorfall unter Schock und musste abgelöst werden.

Wie es dem Bericht zufolge weiter heißt, konnte nach der Untersuchung der roten Flüssigkeit ausgeschlossen werden, dass es sich dabei um Blut handelte – vermutlich war es roter Saft. Denn im Gleisbereich wurde der Verschluss einer Saftflasche mit frischen Saftspuren gefunden. Möglicherweise war die Ursache des Vorfalls ein übler Kinderstreich.

Am Zug entstand nach ersten Ermittlungen vor Ort kein Sachschaden. Insgesamt war die Strecke zwischen Nieder-Olm und Mainz bis etwa 17:21 Uhr gesperrt. Durch die Sperrung erhielten sieben Züge zusammen 170 Minuten Verspätung. Zudem gab es neun Teilausfälle und zwei Ersatzzüge.

Bundespolizei leitet Ermittlungen ein

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Die Bundespolizei hat wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr Ermittlungen eingeleitet und sucht Zeugen, die Hinweise zu den Kindern machen können. Die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern ist telefonisch unter 0631/34073-0 oder im Internet unter www.bundespolizei.de zu erreichen. Der Tatort befindet sich im Bereich der Brücke der A63 zwischen Nieder-Olm und Klein-Winternheim.

Die Ermittler weisen in diesem Zusammenhang auch auf die Gefahren im Bahnbereich hin. Der Aufenthalt in den Gleisen ist lebensgefährlich. Wie schnell und leise Züge sich annähern, wird oft unterschätzt.


red – aktualisiert

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