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Zeuge bringt neue Erkenntnisse zum tragischen Unfalltod eines 14-Jährigen am Bahnübergang

© SZ-Designs (Symbolbild)

Laut einem Medienbericht könnte der tragische Personenunfall, der sich am Mittwoch (1. August) in Schrobenhausen ereignete (Bahnblogstelle berichtete), möglicherweise aufgrund einer Mutprobe zugetragen haben. Auch die Polizei hat nach den Aussagen eines Zeugen neue Erkenntnisse zum Unfallhergang.


Im Laufe des gestrigen Donnerstag meldete sich bei der Polizeiinspektion Schrobenhausen ein Zeuge, der den Unfallhergang beobachten konnte. Zur Unfallzeit stand dieser mit seinem Pkw als zweites Fahrzeug vor der geschlossenen Bahnschranke in der Neuburger Straße Richtung stadteinwärts.

Entgegen der ersten Annahme, dass der verunglückte 14-Jährige, der zusammen mit seinem Zwillingsbruder und einem 13-jährigen Freund unterwegs war, einen Trampelpfad als Abkürzung zum Bahnübergang benutzt habe, brachte die Aussage des Zeugen neue Erkenntnisse. Der Mann sagte laut Polizeiangaben aus, dass die drei Jungs vor dem Unfall bereits auf dem Geh- und Radweg vor der Bahnschranke standen und warteten. Während sie sich unterhielten, schob der später Verunglückte plötzlich sein Fahrrad durch eine ca. 80 cm breite Lücke zwischen Bahnschranke und Andreaskreuz. Anschließend stieg er auf sein Rad, fuhr rechts an der Bahnschranke vorbei und wollte die Bahngleise offensichtlich noch vor der Vorbeifahrt des Zuges überqueren. Der Bruder und sein Freund sahen schließlich den herannahenden Zug und wollten den 14-Jährigen noch warnen, im selben Augenblick wurde er aber bereits vom Zug erfasst.

Der Donaukurier vermutet, dass sich der Unfall möglicherweise aufgrund einer Mutprobe zugetragen haben könnte. Bestätigen oder beurteilen wollte dies die Polizei nicht. Für die Ermittler sei der Fall damit abgeschlossen.

Tragisch ist der Vorfall auch für die beiden Triebfahrzeugführer, die sich im Zug befanden. Wie die Lokalzeitung weiter berichtet, war einer von ihnen im Mai bereits Ersthelfer beim Zugunglück in Aichach, bei dem zwei Menschen getötet wurden. Damals erlitt der Mann einen Schock und konnte längere Zeit nicht arbeiten. Die Zugfahrt am Mittwoch war für ihn als Wiedereingliederung gedacht.


red

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