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Feuerwehrübung mit simulierten Explosionen entlang der Bahnstrecke

© Kreisfeuerwehr Nienburg/Weser / Marc Henkel

Diverse Explosionen entlang der Bahnstrecke lautete die Einsatzmeldung für die Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord am vergangenen Samstag (4. August). Ein gewaltiges Szenario hatten sich die Übungsplaner auf dem Gelände der THW-Bundesschule in Hoya ausgedacht. Schwerpunkte waren die technische Hilfeleistung sowie die Brandbekämpfung.


© Kreisfeuerwehr Nienburg/Weser / Marc Henkel

Das Katastrophenszenario, das sich die Übungsplaner ausdachten, hatte es in sich: Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr das Übungsgelände erreichten, ereigneten sich bereits mehrere Explosionen. Nachdem sich der Rauch verzogen hatte, zeigte sich ein Bild der Verwüstung. Durch die Explosionen war auch ein Personenzug von den Schienen gekippt. Zahlreiche Verletzte, die mit Schminke realistische Verletzungen simulierten, waren im Waggon eingesperrt. Neben den Gleisen war durch die Explosionen ein Wohnhaus eingestürzt. Feuer loderten aus den Trümmern und es wurden Personen vermisst.

Umgehend wurde eine Feuerwehrgruppe, die speziell für die technische Hilfeleistung ausgestattet war, dem Einsatzabschnitt „Bahn“ zugeteilt. Ihre primäre Aufgabe war es, die verletzten Personen aus dem Waggon zu befreien und diese dem Rettungsdienst, der ebenfalls an der Übung beteiligt war, zu übergeben.

Für die Brandbekämpfung wurde eine zweite Feuerwehrgruppe eingesetzt. Die Einsatzkräfte rüsteten sich sofort mit schwerem Atemschutz aus und begannen mit der Suche nach vermissten Personen in den Trümmern. Andere Einsatzkräfte begannen mit der Bekämpfung vereinzelter Feuer. Da auch nicht ausgeschlossen werden konnte, das Personen etwas abseits der direkten Schadensstelle verletzt liegen könnten, wurden freie Einsatzkräfte mit dem Absuchen der näheren Umgebung beauftragt.

Schnell stellte sich für beide Situationen heraus, dass die vorhandenen Material- und Personalkapazitäten nicht ausreichen werden. Über die technische Einsatzleitung, die ebenfalls an der Übung beteiligt war, wurden weitere Einsatzmittel angefordert.

© Kreisfeuerwehr Nienburg/Weser / Marc Henkel

Insgesamt verlief die Übung nach Ansicht der Verantwortlichen gut. Die insgesamt 19 „Verletzten“ wurden schnell gerettet. Man wolle aus den aufgetretenen Fehlern lernen, hieß es nach Übungsende von der Gesamteinsatzleitung.

Da während der Übung Temperaturen um die 30 Grad herrschten, durften Teile der Einsatzkräfte ohne Jacke die Übung absolvieren. „Wir passen gerade in der Situation besonders auf, dass keine Unfälle passieren“, sagte ein Gruppenführer. Auch Getränke wurden in großen Mengen während der Übung gereicht.

An der umfangreichen Übung beteiligten sich insgesamt rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren Marklohe, Wietzen, Drakenburg, Heemsen, Langendamm, Magelsen, Wechold, Wohlenhausen, Rohrsen, Gandesbergen und Oyle sowie das Deutsche Rote Kreuz Nienburg und die technische Einsatzleitung des Landkreises Nienburg/Weser. Speziell für die Einsatzlage „Bahn“ war auch der Notfallmanager der Deutschen Bahn anwesend. Für die Explosionseffekte stellte das THW einen Sprengmeister zur Verfügung.


red/KFV Nienburg

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