Sicherheit, Sauberkeit und Gefahrenabwehr

Nach Großbrand an Bahnstrecke in Siegburg: Aufräumarbeiten und Reparaturen laufen

Nach dem Großbrand am gestrigen Dienstag im Siegburger Stadtteil Brückberg laufen derzeit die Aufräum- und Reparaturarbeiten entlang der Bahnstrecke zwischen Troisdorf und Siegburg. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, fährt  der Fernverkehr weitestgehend wieder nach Fahrplan, im Nahverkehr kommt es noch zu Beeinträchtigungen.


© Deutsche Bahn

Im Streckenabschnitt zwischen Troisdorf und Siegburg laufen nach Angaben der Deutschen Bahn noch immer Aufräum- und Reparaturarbeiten. Die Oberleitung wurde auf einer Länge von rund 350 Metern beschädigt. Auch an Kabeln der Leit- und Sicherungstechnik müssen Schäden beseitigt werden, teilt die Bahn mit. Die Reparaturarbeiten sollen voraussichtlich bis Donnerstagnacht abgeschlossen sein. Bäume, die durch den gestrigen Brand erfasst wurden und nicht mehr standfest sind, sollen vorsorglich entfernt werden.

Der Fernverkehr laufe seit Betriebsbeginn wieder weitestgehend nach Fahrplan. Im Regionalverkehr müssen Reisende noch mit Einschränkungen rechnen: Die Züge der RE 9 aus Richtung Niederschelden enden und beginnen in Au. Aus Richtung Aachen Hbf enden und beginnen die Züge in Köln/Deutz. Die Züge der S 12 aus Richtung Au (Sieg) enden und beginnen in Hennef. Aus Richtung Horrem enden und beginnen die Züge in Troisdorf. Ein Ersatzverkehr mit Bussen bzw. Taxen ist zwischen Hennef (Sieg) und Troisdorf eingerichtet.

Die Ursache des Böschungsbrandes, der auf naheliegende Häuser übergegriffen hatte, ist weiterhin ungeklärt. Die Untersuchungen der Behörden laufen.

Laut einem Bericht der Rhein-Sieg Rundschau erklärte NRW-Innenminister Herbert Reul, dass die Deutsche Bahn angekündigt habe, eine halbe Million Euro in einen Fonds als Unterstützung für die Opfer einzuzahlen. Das solle aber kein Schuldeingeständnis sein, betonte die Bahn.

Funkenflug als Ursache „unwahrscheinlich“

Unterdessen erklärte der Leiter des Instituts für Schienenfahrzeuge und Transportsysteme an der RWTH Aachen, Christian Schindler, dass er einen Funkenflug als Ursache für den folgenschweren Böschungsbrand an einer Bahntrasse als sehr unwahrscheinlich einschätze. „Dass ein Funkenflug jemals zu einem Böschungsbrand geführt hat, ist mir nicht bekannt“, sagte der Experte laut Medienberichten. Zu einem Funkenflug könne es laut Schindler etwa kommen, wenn ein Zug sehr scharf bremsen müsse – also in einer Notsituation – oder in einer äußerst engen Kurve. Eine Hochgeschwindigkeitsstrecke verlaufe aber in der Regel gradlinig, betonte der Fahrzeugtechniker am Mittwoch.


red – letzte Aktualisierung am 8. August 2018, 16:24 Uhr

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