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Freies WLAN im SÜWEX – Die Hälfte der Fahrzeugflotte ist bereits ausgestattet

Der SÜWEX geht online: Seit dem gestrigen Donnerstag können Reisende in den ersten Zügen des Südwest-Express kostenlos das WLAN nutzen. 14 SÜWEX-Fahrzeuge sind bereits mit dem neuen WLAN-System ausgerüstet. Bis Ende Februar 2019 soll die Ausstattung der gesamten Flotte im SÜWEX-Netz, bestehend aus 28 Fahrzeugen der Baureihe ET 429, abgeschlossen sein.


Die Staatssekretäre Andy Becht, Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, und Jürgen Barke, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes, nahmen am Donnerstag (16. August) in der DB-Werkstatt in Trier den ersten mit WLAN aktivierten und gekennzeichneten Zug ab. Eine entsprechende Zusatzvereinbarung zur Nachrüstung der Fahrzeuge mit einem WLAN-System war von den Aufgabenträgern in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und im Saarland mit DB Regio für den laufenden Verkehrsvertrag abgeschlossen worden.

„WLAN im Zug ist zunehmend kein optionaler Service, sondern wird von unseren Fahrgästen erwartet“, sagt Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer Rhein-Main Verkehrsverbund GmbH. „Die Ausstattung des SÜWEX ist daher ein wichtiger Schritt in unserer Digitalstrategie. Wir statten nach und nach Linien im Regionalverkehr und unsere komplette S-Bahnflotte mit kostenfreiem Internet aus.“

„Wir freuen uns sehr, dass die Aufgabenträger gemeinsam mit uns die zusätzliche Investition in ein digitales Angebot im Nahverkehr auf der Schiene realisiert haben und wir nun den SÜWEX mit dem WLAN-Service auf die Reise schicken können“, sagt Peter Rumpf, Regionalleiter Produktion DB Regio AG Region Mitte. „Wir sind überzeugt, dass der SÜWEX damit noch attraktiver wird und den aktuellen Kundenwünschen entgegen kommt. DB Regio hat ein passgenaues Konzept entwickelt, um einen leistungsfähigen WLAN-Hotspot für attraktive Online- aber auch On-Board–Angebote zur Verfügung stellen zu können und wird hinsichtlich Nachrüstung auch für andere Regionalverkehre mit den Aufgabenträgern im Gespräch bleiben.“

© Bahnblogstelle (Archivfoto)

Die Nutzung ist einfach: Die Fahrgäste müssen nur das WLAN an ihren Smartphones, Tablets oder Laptops aktivieren, das Netzwerk „Wifi@DB“ auswählen, die Nutzungsbedingungen akzeptieren und können sofort lossurfen. Im SÜWEX wird den Fahrgästen kostenfrei pro Tag und Nutzer ein Datenvolumen in Höhe von 50 MB geboten, das bei normalem Surfverhalten für mindestens eine halbe Stunde ausreicht. Nach Verbrauch des verfügbaren Datenvolumens wird die Geschwindigkeit auf 100 Kilobit pro Sekunde gedrosselt, die im verfügbaren Servicerahmen bei 550 Kilobit pro Sekunde liegt.

Gemeinsames Portal mit regionalen Informationen und Unterhaltung

Für die Fahrgäste im SÜWEX bieten die Aufgabenträger und DB Regio Mitte ein gemeinsames Portal mit regionalem Schwerpunkt an. Auf den Speicherplatten des IT-Systems sind ein umfangreiches Informationsangebot und zahlreiche Unterhaltungselemente abgelegt. Dadurch haben die Fahrgäste unabhängig von der Mobilfunkausleuchtung ein störungsfreies und permanentes Informations- und Medienangebot. Für Pendler- und Vielfahrer sind die Newsfeeds regionaler Medien zusammengefasst. Im Bewegtbild gibt es die Tagesschau in 100 Sekunden. Für Ausflugs- und Freizeitreisen findet der Nutzer viele Tipps zu Veranstaltungen und Zielen, die mit dem SÜWEX gut zu erreichen sind. Das Portal wird abgerundet durch eine Feedbackmöglichkeit für die Fahrgäste, die für die Weiterentwicklung des Portals und zur Verbesserung des Angebots genutzt wird.

Fünf Millionen Euro werden investiert – Länder und Aufgabenträger übernehmen 75 Prozent der Betriebskosten

Jedes Fahrzeug erhält ein autarkes WLAN-System und ist somit unabhängig von angekuppelten Fahrzeugen. Die WLAN-Ausleuchtung innerhalb eines Fahrzeuges liegt bei 100 Prozent. Die Fahrzeuge erhalten neben Rechner, Router, Modem und Festplatte jeweils insgesamt vier Access-Points mit je zwei Innenantennen, die die Signale der Smartphones und Tablets an den Router übermitteln, sowie zwei Außenantennen zur Verbindung mit dem Mobilfunk.

160 Arbeitsstunden fallen pro Fahrzeug für den Umbau an, der durch die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH in Hagen durchgeführt wird und pro Fahrzeug rund fünf Tage Standzeit bedeutet.

Die Aufgabenträger in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und im Saarland sowie DB Regio investieren für die Technik sowie für den Betrieb, der auf die Laufzeit des gültigen Verkehrsvertrages bis Dezember 2029 angelegt ist, gemeinsam insgesamt rund fünf Millionen Euro. Davon entfallen rund eine Million Euro auf die Investition in die Fahrzeugtechnik. Diese werden mit einem Anteil in Höhe von 55 Prozent von den Aufgabenträgern und mit 45 Prozent von DB Regio finanziert. Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf etwa 320.000 Euro. Davon übernehmen die Aufgabenträger 75 Prozent, die restlichen 25 Prozent der Betriebskosten trägt DB Regio.

Die Technik dahinter

Um einen leistungsfähigen WLAN-Hotspot bereitzustellen, setzt DB Regio auf ein Multi-Provider-System. Dabei wird der Zug-Router mit mehreren SIM-Karten versehen, die parallel die Netze von Telekom, Vodafone und Telefonica nutzen. Durch die Bündelung wird die Mobilfunkabdeckung deutlich gesteigert: Ist der Empfang eines Providers einmal schlechter, gibt es über die anderen beiden Netze eine Rückfallebene.

Für das IT-System, das dem WLAN zugrunde liegt, wird die Systemtechnik von Icomera, dem Marktführer aus Schweden, genutzt. Dieses System kommt bundesweit bereits im DB Fernverkehr sowie im Nahverkehr der Region in den neuen TWINDEXX-Doppelstocktriebfahrzeugen des Main-Neckar-Ried-Expresses und auf unterschiedlichen Strecken in Baden-Württemberg zum Einsatz.


red/DB

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