Sicherheit, Sauberkeit und Gefahrenabwehr

Führerloser Transporter durchbricht Bahnschranke, S-Bahn kollidiert mit Einkaufswagen und weitere Polizeimeldungen

+++ Meuselbach-Schwarzmühle: Ungesicherter Transporter fährt durch geschlossenen Bahnübergang +++

Am Montagabend (20. August), gegen 21:45 Uhr, stellte ein 58-jähriger Deutscher seinen Transporter (VW T5) auf der Ortsdurchfahrtsstraße in Meuselbach-Schwarzmühle (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) ab, ohne das Fahrzeug gegen Wegrollen zu sichern. Der Transporter setzte sich aufgrund leichten Gefälles in Bewegung und fuhr durch den geschlossenen Bahnübergang. Dabei drückte er beide Schrankenbäume zur Seite und kam erst auf der Gegenseite an einer Stützmauer zum Stehen. Der Lokführer einer zum Unfallzeitpunkt ankommenden Rangierfahrt erkannte das Fahrzeug rechtzeitig und stoppte seinen Zug noch vor dem Bahnübergang. Es kam zu keinen Personenschäden und keinen weiteren Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Eine vor Ort gekommene Streife der Bundespolizei sicherte den Unfallort. Die weiteren Ermittlungen zum Vorfall werden durch die Landespolizei geführt.

+++ Dudenhofen/Rodgau: S-Bahn kollidiert mit Einkaufswagen +++

In unmittelbarer Nähe des Bahnhofes Dudenhofen kollidierte am Samstagmorgen (18. August), gegen 3:30 Uhr, eine S-Bahn der Linie 1 mit einem Einkaufswagen. Als der Lokführer den Wagen erkannte, den unbekannte Täter in das Gleis gelegt hatten, leitete er sofort eine Schnellbremsung ein. Dies konnte jedoch die Kollision nicht mehr verhindern und die S-Bahn überfuhr den Wagen. Der Lokführer entfernte die Überreste des Wagens aus den Gleisen, verständigte die Bundespolizei und setzte seine Fahrt in Richtung Frankfurt am Main fort. Eine Absuche des Streckenbereiches durch die Bundespolizei brachte keine Hinweise auf die Täter. Ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr wurde eingeleitet.

+++ Frankfurt am Main: 39-jähriger Mann bremst S-Bahn aus

Ein 39-jähriger Frankfurter hat am Sonntagmorgen (19: August) in Frankfurt-Niederrad eine S-Bahn der Linie 7 ausgebremst, als er gegen 3 Uhr in volltrunkenem Zustand über die Gleise lief. Der Lokführer hatte den Mann glücklicherweise so rechtzeitig erkannt, dass die S-Bahn, durch die sofort eingeleitete Schnellbremsung, noch vor ihm zum Halten kam. Mitarbeiter von DB Sicherheit, die sich in der S-Bahn aufhielten, brachten den Mann zum Hauptbahnhof, wo sie ihn einer Streife der Bundespolizei übergaben. Die S-Bahn erhielt durch den Vorfall etwa 10 Minuten Verspätung. In der Wache wurde bei dem Frankfurter eine Atemalkoholkonzentration von 2,7 Promille festgestellt. Da er trotz des hohen Promillewertes sicher Laufen und sich auch klar artikulieren konnte, wurde er nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr entlassen.

+++ Fellbach: Mann von Zug erfasst und getötet +++

Am Montagmorgen (20. August) musste der Zugverkehr wegen eines Personenunfalls am Bahnhof Fellbach eingestellt werden. Kurz vor 8 Uhr wurde ein Mann von einer in Richtung Stuttgart in den Bahnhof Fellbach einfahrenden S-Bahn erfasst und getötet. Der Mann war zuvor auf die Gleise gelaufen. Die Gleise waren bis 8:45 Uhr komplett gesperrt. Die Ermittlungen zum Bahnunfall dauern noch an und werden von der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Aalen geführt.

+++ Waldbronn: Tödlicher Personenunfall am Bahnhof Busenbach +++

Bei einem tragischen Personenunfall am Bahnhof in Waldbronn-Busenbach wurde am Montagmorgen ein 47-Jähriger tödlich verletzt. Er überquerte mit seinem Fahrrad den Bahnübergang und wurde dabei von einer Bahn erfasst. Trotz einer sofort eingeleiteten Schnellbremsung des Triebfahrzeugführers konnte ein Zusammenstoß nicht mehr verhindert werden. Der 47-Jährige wurde erfasst, mitgezogen und unter der Bahn eingeklemmt. Die Feuerwehren aus Ettlingen und Waldbronn wurden am Montagmorgen um kurz nach 8 Uhr alarmiert. Die Verletzungen des 47-Jährigen waren so schwer, dass er noch vor Ort an seinen Verletzungen erlag. Die Feuerwehr übernahm gemeinsam mit der AVG die Bergung des Verstorbenen. Hierbei mussten aufgrund von Schaulustigen, Planen zur Abschirmung eingesetzt werden. Zur Versorgung und Betreuung des unter Schock stehenden Triebfahrzeugführers, war ein Team der Notfallseelsorge Karlsruhe im Einsatz. Der Triebfahrzeugführer wurde schließlich mit einem Rettungswagen in eine Klinik transportiert. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Ettlingen und Waldbronn waren unter der Leitung des Ettlinger Kommandanten Martin Knaus mit 30 Einsatzkräften im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen und einem Notarzt im Einsatz. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Warum der Radfahrer die Bahn übersah ist derzeit noch unklar. Die parallel verlaufende L562 musste einseitig gesperrt werden. Die Bahnstrecke wurde während der kompletten Rettungs- und Bergungsarbeiten gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr wurde durch die AVG eingerichtet.

+++ Schwerin: Rettung in letzter Minute +++

Die Alarmierung der Bundespolizei durch die Zugbegleiterin des Regionalzuges RE 4323 von Hamburg nach Schwerin hat einem 40-jährigen deutschen Staatsangehörigen in der gestrigen Nacht offensichtlich das Leben gerettet. Die Zugbegleiterein teilte den Beamten mit, dass sich im Zug zwei Reisende befinden, die nicht mehr in der Lage sein sollen, aus dem Zug zu steigen und ihren Weg selbstständig fortzusetzen. Daraufhin begaben sich die Bundespolizisten unverzüglich zum Ankunftsgleis des besagten Zuges. Nachdem diese den Zug betraten, konnten sie feststellen, dass einer der Männer im Zug lag, nicht ansprechbar war und kaum mehr Vitalfunktionen zeigte. Der Mann wurde aus dem Zug getragen und es wurden erste Versorgungsmaßnahmen eingeleitet. Parallel hierzu erfolgte die Verständigung eines Rettungswagens sowie des Notarztes. Durch diese konnte festgestellt werden, dass der 40-Jährige erhebliche Vergiftungserscheinungen durch Alkoholkonsum und berauschende Mittel sowie Einnahme von Medikamenten aufwies. Nachdem er stabilisiert werden konnte, erfolgte eine Einweisung in ein Schweriner Klinikum. Sobald ein Klinikaufenthalt nicht mehr erforderlich ist, erwartet ihn ein neuerlicher Kontakt mit den Polizisten. Im Rahmen der Personalienfeststellung konnte zusätzlich ermittelt werden, dass gegen den Mann ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichtes Güstrow vom Juli 2018 wegen des Verdachts des Raubes vorlag. Die Beamten werden ihn erwarten und dem zuständigen Haftrichter zuführen, der über den weiteren Verbleib des Mannes entscheiden wird.

+++ Frankfurt am Main: Lebensmüder Bulgare flüchtet vor Bundespolizei +++

Am Montag (20. August) rettete die Bundespolizei einen lebensmüden Bulgaren mit Freitodabsichten. Als der 21-Jährige am späten Abend an einem Bahnhof eine Streife der Bundespolizei bemerkte, flüchtete er ohne erkennbaren Grund vor den Beamten. Er sprang in den Gleisbereich und rannte in einen Zugtunnel. Die Bundespolizei veranlasste daraufhin umgehend eine Gleissperrung und durchsuchte den Zugtunnel zunächst ergebnislos nach dem Flüchtigen. Eine weitere Streife fuhr in der Zwischenzeit zum Tunnelausgang an der Unterschweinstiege. Dort konnten die Beamten den Mann schließlich stellen. Er machte einen verwirrten Eindruck auf die Polizisten und wurde aus diesem Grund zur Klärung des Sachverhaltes mit auf die Wache genommen. Ein Drogen- und Alkoholtest verlief negativ, allerdings äußerte der Mann wiederholt, dass er Suizidabsichten gehabt hätte. Eine Überprüfung ergab, dass der Mann in der Vergangenheit mehrfach in psychiatrischer Behandlung war und bereits im Juni und Juli im Gleisbereich angetroffen wurde. Aufgrund der akuten Selbsttötungsgefahr veranlasste die Bundespolizei in Zusammenarbeit mit der Landespolizei die Einweisung in eine psychiatrische Klinik.

+++ Bielefeld: Mögliche Urkundenfälschung im ICE +++

Fahndungsfoto / Quelle: Polizeipräsidium Bielefeld

Die Ermittler der Kriminalpolizei bitten die Öffentlichkeit um Hinweise zu einem Bahn-Reisegast, der verdächtigt wird, am Sonntag (5. August 2018) eine Urkundenfälschung begangen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld und die Polizei Bielefeld fahnden mit einem Foto nach dem Tatverdächtigen. Ein Zeuge nahm um 15:36 Uhr am Berliner Hauptbahnhof seinen Platz in einem ICE ein. Auf der Fahrt nach Köln fiel ihm ein anderer Fahrgast auf, der während der gesamten Bahnfahrt mit Schreibarbeiten beschäftigt war. Der Hinweisgeber hatte den Eindruck, dass der unbekannte Mann ein Dokument fälschte und meldete sich bei der Polizei. Der verdächtige Mann verließ den ICE um 18:51 Uhr am Hauptbahnhof Bielefeld.

+++ Offenburg/Lahr: Körperverletzung in Regionalzug – Bundespolizei sucht Zeugen +++

Ein bislang Unbekannter soll am Sonntag (19. August), gegen 06:40 Uhr, im Regionalzug RB 17059 auf der Fahrt von Offenburg nach Lahr, eine Jugendliche mit dem Ellenbogen ins Gesicht geschlagen und sie dadurch verletzt haben. Laut Angaben der geschädigten 16-Jährigen habe sich unmittelbar nach der Abfahrt des Zuges im Bahnhof Offenburg eine männliche Person neben sie gesetzt und sie angesprochen. Als sie nicht darauf einging, soll der offensichtlich alkoholisierte Mann ihr unvermittelt mit dem Ellenbogen ins Gesicht geschlagen haben, woraufhin die Jugendliche Nasenbluten und eine aufgeplatzte Lippe davontrug und sich in ärztliche Behandlung begeben musste. Der männliche Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben: Ca. 20 Jahre alt, ca. 170 cm groß, kurze dunkle Haare. Laut Angaben der Geschädigten soll er mit einer schwarzen Sportjacke bekleidet gewesen sein. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Wer Angaben zu der Körperverletzung oder zum Tatverdächtigen machen kann wird gebeten, sich mit der Bundespolizeiinspektion Offenburg unter 0781/9190-0 in Verbindung zu setzen.

+++ Vailingen/Enz: Renitente Reisende im Zug +++

Eine 38-jährige Frau hat am Montagabend (20. August), gegen 19:30 Uhr, in einer Stuttgarter S-Bahn kurz vor dem Bahnhof in Vaihingen/Enz randaliert und um sich gespuckt. Zudem soll sie versucht haben, eine 16-jährige Reisende zu würgen, weshalb ein anwesender Fahrgast daraufhin den Notruf der Polizei wählte. Nachdem alarmierte Streifen von Bundes- und Landespolizei vor Ort eintrafen, beleidigte die deutsche Staatsangehörige die eingesetzten Polizisten. Laut eigenen Angaben konsumierte die 38-Jährige zuvor Drogen, sodass sie mehrmals kurzeitig das Bewusstsein verlor. Ein angeforderter Rettungswagen brachte sie, in Begleitung einer Polizeistreife, in ein Krankenhaus. Auf der Fahrt trat die aus dem Landkreis Ludwigsburg stammende Frau um sich und verletzte hierbei eine Rettungsassistentin an der Hand. Durch den Vorfall wurde zudem noch die Brille eines Polizisten beschädigt. Die 38-jährige Tatverdächtige muss nun unter anderem mit einer Anzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung rechnen.

+++ Schwerin: Freilaufende Hunde im Gleisbett +++

Gleich zwei Hunde beschäftigten die Bundespolizisten des Bundespolizeireviers Schwerin am Samstag (18. August) gegen 19 Uhr. Eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn teilte mit, dass sich im Gleisbereich des Schweriner Hauptbahnhofes Hunde befinden sollen. Die sofort eingesetzten Beamten konnten daraufhin im Bereich des Gleises 4 zwei herrenlose Hunde sichten. Durch die Polizisten wurden die Hunde dann eingefangen. Nachdem die Hundebesitzer ermittelt werden konnten, wurden diese wieder übergeben. Hier gab der eine Hundebesitzer an, dass er seine Hündin ohne Leine an einem Garagenkomplex laufen ließ. Die Hündin soll zu diesem Zeitpunkt läufig gewesen sein. Der zweite Hundebesitzer kam hinzu und beide wollten ihre Hunde gemeinsam spielen lassen. Nachdem nun auch der zweite Hundebesitzer bei seinem Rüden die Leine löste, entfernten sich beide Hunde aus der Obhut ihrer Herrchen. Sie versuchten noch den Hunden zu folgen, blieben aber hierbei erfolglos. Die Hundebesitzer wurden bei der Übergabe der Hunde hinsichtlich ihrer Leinenpflicht, insbesondere auf die besondere Sorgfaltspflicht in Gleisnähe, belehrt. Die zuständige Ordnungsbehörde wurde zur Prüfung der Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens über den Sachverhalt informiert.


red – aktualisiert

Titelfoto: © Bundespolizei (Symbolbild)

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