Fertigungs- und Instandhaltungswerke

Schweiz: Zentralbahn investiert in die Erweiterung der Werkstatt in Stansstad

Die Zentralbahn in der Schweiz investiert bis zum Herbst 2019 insgesamt 22,3 Millionen Franken in die Erweiterung der Werkstatt in Stansstad. Zeitgleich wird das Werkstatt-Vorfeld komplett erneuert. Dadurch soll eine effizientere Instandhaltung der Züge ermöglicht werden.


Die Anzahl der Reisenden ist nach Angaben der Zentralbahn in den letzten Jahren stark gestiegen und die Züge werden intensiv genutzt, was eine hohe Verfügbarkeit voraussetzt. Daher müssen die Züge künftig in kürzerer Zeit instand gehalten werden. Die sogenannte modulare Revision der Fahrzeuge ermöglicht die schadhaften Komponenten auszutauschen. So wird sichergestellt, dass die Fahrzeuge schnell wieder einsatzbereit sind.

Da die Anforderungen zur Durchführung der modularen Revision heute durch die bestehenden Gleise weder in deren Abmessungen noch in deren Anzahl erfüllt werden können, wird die bestehende Anlage um eine weitere Werkstatthalle für die Instandhaltung erweitert. Diese soll auf der Nordseite an das bestehende Gebäude angebaut und mit zwei Gleisen ausgestattet werden. Da bei den heutigen Triebzügen die technischen Komponenten auf dem Dach montiert sind, wird die neue Werkstatthalle höher als die bestehende gebaut. Zusätzlich ist vorgesehen, eine Drehgestellwechselanlage einzubauen. Damit können in Zukunft die Drehgestelle nicht nur in Meiringen, sondern dann auch in Stansstad gewechselt werden. Neben dem Werkstattbereich werden zudem Büroräume für die Fahrzeugtechnik sowie eine neue vergrößerte Garderobe und ein Verpflegungsraum für die Mitarbeiter geschaffen.

Das Bahnunternehmen investiert allein in die neue Werkshalle rund 9,8 Millionen Franken. Für die Erneuerung des Werkstatt-Vorfeldes, welches aus den sechziger Jahren stammt, werden weitere 12,5 Millionen Franken investiert. Der Spatenstich fand am 24. August 2018 statt. Die Arbeiten sollen bis Ende 2019 abgeschlossen sein.


red/Zentralbahn

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