Sicherheit, Sauberkeit und Gefahrenabwehr

S-Bahn erfasst 63-Jährigen an Bahnsteigkante, Wohnmobil verursacht Beinahe-Kollision mit Zug und weitere Polizeimeldungen

+++ Frankfurt(Main): Mann an Bahnsteigkante von S-Bahn erfasst +++

Am späten Montagabend (3. September) wurde ein 63-jähriger Mann am Frankfurter Flughafen am Regionalbahnhof von eine S-Bahn erfasst und schwer verletzt. Der Mann lief an der Bahnsteigkante des Gleises 3 entlang, als ihn ein Waggon der einfahrenden S-Bahn erfasste. Der Mann stürzte auf dem Bahnsteig zu Boden. Durch einen auf dem Heimweg befindlichen Bundespolizisten und weitere Reisende wurde der Mann erstversorgt und Rettungskräfte wurden angefordert. Eine Videoauswertung des Gleisbereiches ergab, dass er bereits zuvor auf der Treppe zum Gleis 3 gestürzt war. Der 63-Jährige zog sich schwere Verletzungen am Kopf zu und wurde durch die alarmierten Rettungskräfte zur weiteren Behandlung in eine Klinik verbracht. Ein dort durchgeführter Blutalkoholtest ergab 1,6 Promille. Der Deutsche verbleibt zur weiteren Behandlung im Krankenhaus. Notfallseelsorger der Deutschen Bahn waren vor Ort und standen dem Triebfahrzeugführer und Anwesenden in dieser Situation bei. Der Triebfahrzeugführer war nach dem Unfall nicht mehr dienstfähig. Der Zugverkehr wurde im betroffenen Zeitraum über das Nachbargleis abgefertigt. Ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr wurde gegen den Verunfallten eingeleitet.

+++ Watzenborn-Steinberg: Wohnmobil umfährt Halbschranke und zwingt Lokführer zur Schnellbremsung +++

Glimpflich endete am Montag (3. September), gegen 16:35 Uhr, ein Vorfall am Bahnübergang bei Watzenborn-Steinberg: Ein bislang Unbekannter fuhr mit seinem Wohnmobil über den mit Andreaskreuz und Bahnschranke gesicherten Bahnübergang, obwohl die Schranke sich bereits senkte. Ein Regionalzug in Richtung Gießen konnte durch eine Schnellbremsung den Zusammenprall mit dem Fahrzeug gerade noch verhindern. Personen wurden zum Glück nicht verletzt. Auch ein Sachschaden entstand nicht. Der Zug erhielt durch den Vorfall acht Minuten Verspätung. Zeugen gesucht: Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren eingeleitet. Wer Angaben zu dem Sachverhalt machen kann, wird gebeten, sich unter der Tel.-Nr. 0561/81616-0 bzw. der kostenfreien Service-Nr. der Bundespolizei 0800 6 888 000 oder über www.bundespolizei.de zu melden.

+++ Geradstetten: Anhänger verursacht Schnellbremsung eines Regionalexpress +++

Ein mit Äpfeln befüllter Anhänger zwang den Lokführer eines Regionalzuges am Montagvormittag (3. September), gegen 11:05 Uhr, zu einer Schnellbremsung und löste einen Einsatz der Bundespolizei aus. Ein 76-jähriger Mann zog den Anhänger mit seinem Traktor eine Böschung hinauf, während dieser sich löste und in Richtung der Bahngleise bei Geradstetten rollte. Im weiteren Verlauf kam der Anhänger etwa zwei Meter vor dem Gleisbereich zum Stehen. Offenbar durch das hohe Ladungsgewicht brach ein Teil der Heckklappe ab und fiel auf die Gleise. Trotz einer sofort eingeleiteten Schnellbremsung kollidierte der Regionalzuges mit dem Blechteil, sodass dieses zur Seite schleuderte und das Erdungskabel eines Oberleitungsmastes zerstörte. Verletzt wurde nach aktuellem Kenntnisstand niemand. Eine Streife der Bundespolizei nahm den Sachverhalt vor Ort auf. Durch die Gleissperrung auf der Strecke zwischen Grunbach und Schorndorf in der Zeit von 11:06 Uhr bis 11:55 Uhr kam es zu bahnbetrieblichen Verzögerungen.


red

Titelfoto: © Bundespolizei (Symbolbild)

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