Sicherheit, Sauberkeit und Gefahrenabwehr

Zugbegleiterin von Hund gebissen, Personenunfall verhindert und weitere Polizeimeldungen

+++ Magdeburg: Hund beißt Zugbegleiterin in die Wade +++

Am Montag (3. September) meldete sich eine 33-jährige Zugbegleiterin bei der Bundespolizei in Magdeburg und stellte Strafanzeige gegen eine 19-jährige Hundebesitzerin. Diese befand sich am Sonntag in einer Regionalbahn auf der Strecke von Braunschweig nach Magdeburg. Die Zugbegleiterin kontrollierte gegen 13:30 Uhr den Fahrausweis der 19-Jährigen. Kurz danach biss der Hund der 19-jährigen Reisenden, der unter dem Tisch lag, der Zugbegleiterin unvermittelt in die Wade. Der Hund trug keinen Maulkorb, was laut den Beförderungsbestimmungen der DB AG allerdings so vorgesehen ist. Die Zugbegleiterin forderte als Geschädigte die Hundebesitzerin auf, sich auszuweisen. Gegen sie ermittelt die Bundespolizei nun wegen einer Körperverletzung. Die Zugbegleiterin setzte ihren Dienst am Sonntag fort, musste sich allerdings am Montag in ärztliche Behandlung begeben.

+++ Hamburg: Personenunfall im Hamburger Hauptbahnhof knapp verhindert +++

Am Dienstag (4. September), gegen 8 Uhr, ereignete sich im Hamburger Hauptbahnhof beinahe ein Personenunfall. Laut Polizeiangaben war ein 25-jähriger Mann mittig in das Gleis am Bahnsteig 1 gefallen. Durch Reisende wurde der Triebfahrzeugführer einer einfahrenden S-Bahn gewarnt. Dieser leitete eine Schnellbremsung ein und kam mit dem Zug etwa 15 Meter vor der Person zum Stehen. Passanten retteten den verunfallten Mann aus dem Gleisbereich. Einsatzkräfte der Bundespolizei waren zur Unfallaufnahme vor Ort. Der verunfallte Mann hatte sich jedoch bereits entfernt, konnte aber im Rahmen einer Fahndung angetroffen werden. Er wies keine offensichtlichen Verletzungen auf und lehnte eine ärztliche Behandlung ab. Eine Zeugin des Unfalls musste aufgrund eines Schocks vor Ort durch einen Notarzt behandelt werden. Nach aktuellem Ermittlungsstand der Polizei kann eine Fremdeinwirkung offenbar ausgeschlossen werden. Videoaufzeichnungen belegen, dass der Mann zuvor über den Bahnsteig torkelte. Hinweise zu verletzten Reisenden im Zug, aufgrund der Schnellbremsung, liegen nach Polizeiangaben nicht vor. Aus aktuellem Anlass warnt die Bundespolizeiinspektion Hamburg wiederholt vor den Gefahren an Bahnanlagen: „Leichtsinniges Verhalten an Bahnanlagen, insbesondere unter Alkoholeinfluss, kann zu schweren Unfällen führen. Dabei gefährden sich die Personen durch ihr Handeln nicht nur selbst, sondern auch Helfer und Reisende. Triebfahrzeugführer können mit ihren S-Bahnzügen nicht ausweichen und können trotz eingeleiteter Schnellbremsungen oftmals einen Unfall nicht mehr verhindern.“

+++ Rastatt: Unbekannte legen Schottersteine und Dachlatten auf die Gleise +++

Bislang unbekannte Täter haben am Mittwochnachmittag (5. September) auf der Rheintalbahn in Rastatt, Höhe RTV Sportplatz, Schottersteine und Dachlatten auf die Gleise gelegt, welche von Zügen überfahren wurden. Laut Auskunft der Deutschen Bahn entstanden hierdurch aber keine Beschädigungen. Zu möglichen Tatverdächtigen liegen derzeit keinerlei Erkenntnisse vor. Die Bundespolizeiinspektion Offenburg hat die Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen. Wer Angaben zu dem Vorfall machen kann, wird gebeten, sich mit der Bundespolizeiinspektion Offenburg unter 0781/9190-0 in Verbindung zu setzen. Die Bundespolizei warnt vor den tödlichen Gefahren die von den Bahnanlagen ausgehen und durch den Betrieb der Bahn entstehen, insbesondere durch das Auflegen von Steinen und anderen Gegenständen. Wenn ein Zug die Steine überfährt, können diese zu gefährlichen Geschossen werden.

+++ Bietigheim-Bissingen: Vier Kinder im Gleisbereich sorgen für Streckensperrung +++

Einen Einsatz der Bundes- und Landespolizei lösten am Mittwochabend (5. September), gegen 19:30 Uhr, insgesamt vier Kinder im Alter von 13 bis 14 Jahren aus. Die Minderjährigen hielten sich unbefugt im Gleisbereich auf Höhe des Bietigheimer Eisenbahnviadukts auf. Ein vorbeifahrender Lokführer bemerkte die drei Mädchen und einen Jungen im Gefahrenbereich und alarmierte daraufhin die Bundespolizei. Eine Streife der Landespolizei traf zunächst drei der vier Schüler an. Das vierte Kind meldete sich wenig später selbst bei den Polizeibeamten. Bundespolizisten informierten anschließend die Erziehungsberechtigten der Minderjährigen und führten mit diesen ein normverdeutlichendes Gespräch durch. Hierbei wurde insbesondere auf die Gefahren auf Bahnanlagen hingewiesen. Im Anschluss daran wurden die Kinder vor Ort in die Obhut ihrer Eltern übergeben. Durch den Vorfall war die Bahnstrecke zwischen Bietigheim-Bissingen und Sachsenheim in der Zeit von 19:36 Uhr bis 19:56 Uhr polizeilich gesperrt. Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Schnellbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt.

+++ Gelsenkirchen: Angriff auf Straßenbahnfahrer +++

Am Mittwoch (5. September), gegen 13:15 Uhr, kam es im Bereich der Haltestelle „Berger See“ in Gelsenkirchen zu einem körperlichen Übergriff auf den 43-jährigen Fahrer einer Straßenbahn der Linie 302. Als Fahrausweisprüfer die Bahn betraten, wollte ein 25-jähriger Fahrgast bei dem Fahrer nachträglich ein Ticket lösen. Hier kam es zunächst zu einem verbalen Streit. Der 25-Jährige beleidigte den Fahrer, schlug ihn und trat nach ihm. Zwei unbeteiligte Fahrgäste schafften es, den Gelsenkirchener wegzuziehen. Dieser flüchtete aus der Bahn. Die eingesetzten Polizeibeamten stellten ihn kurze Zeit später in der Nähe der Haltestelle. Auch gegenüber der Polizei zeigte sich der renitente Fahrgast aggressiv und verweigerte jede Auskunft. Die Beamten nahmen ihn zur Feststellung seiner Personalien vorläufig fest und brachten ihn ins Polizeigewahrsam, welches er nach seiner Beruhigung wieder verlassen konnte. Ihn erwartet ein Strafverfahren. Ein Rettungswagen brachte den leicht verletzten Straßenbahnfahrer zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

+++ Wegeleben: 20-Jähriger schlägt Jugendlichen Bierflasche auf dem Kopf +++

Am Mittwoch (5. September) wurde die Bundespolizei um 20:15 Uhr durch die Leitstelle des Harz-Elbe-Express über eine körperliche Auseinandersetzung in einem Zug auf der Strecke Halberstadt – Aschersleben informiert, bei dem eine Person verletzt wurde. Der Zug befand sich am Bahnhof Wegeleben. Eine sofort eingesetzte Streife des Bundespolizeireviers Halberstadt traf kurz darauf zeitgleich mit einer Streife des Landespolizeireviers Harz und einem Rettungswagen am Ereignisort ein. Der 15-jährige Geschädigte hatte eine Platzwunde am Kopf und wurde sofort durch die anwesenden Sanitäter ärztlich erstversorgt. Er musste anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass er einem 20-Jährigen im Zug hinterherlief, laut telefonierte und ihn bedrängte. Da er trotz mehrfacher Aufforderungen sein Handeln nicht unterließ, schlug der 20-jährige Täter dem Jugendlichen eine Bierflasche auf den Kopf. Daher wird er sich nun wegen einer gefährlichen Körperverletzung strafrechtlich verantworten müssen.

+++ Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis): Rauchentwicklung am Hauptbahnhof +++

Am frühen Dienstagmorgen (4. September), um 5:30 Uhr, kam es am Weinheimer Hauptbahnhof zu einer starken Rauchentwicklung in der Bahnhofsvorhalle. Grund hierfür war der Backofen einer Bäckerei im Bahnhofsgebäude. Nach dem Backvorgang stellten die Mitarbeiter Flammen und Rauch im Ofeninnern fest, der rasch in die Bäckerei, sowie die Vorhalle zog. Die Feuerwehr Weinheim war mit neun Mann im Einsatz und konnte den Brand löschen. Polizeibeamte des nahegelegenen Reviers sperrten den Zugang zum Bahnhof bis 6:45 Uhr ab um eine Gefährdung von Passanten durch das Einatmen des Rauchs zu verhindern. Verletzt wurde durch den Brand niemand. Zu Einschränkungen des Zugverkehrs kam es ebenfalls nicht.

+++ Crailsheim: Brand am Bahnhof +++

Aus bislang ungeklärter Ursache brannte in der Nacht von Sonntag auf Montag (2./3. September) in der Zeit zwischen 19 und 8 Uhr mutmaßlich Verpackungsmaterial am Bahnhofsgebäude auf Bahnsteig 1 am Bahnhof in Crailsheim ab und beschädigte somit die Gebäudefassade. Diese wurde auf einer Fläche von etwa 0,2 Meter x 2 Meter beschädigt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 500,- EUR. Das Bundespolizeirevier Heilbronn hat die Ermittlungen zu dem Sachverhalt übernommen und sucht in diesem Zusammenhang nach weiteren Zeugen. Sachdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer 071318882600 entgegengenommen.


red

Titelfoto: © Bundespolizei (Symbolbild)

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