Bahnindustrie und Bahntechnik

Go-Ahead bestellt 22 Triebzüge des Typs FLIRT bei Stadler

Das private Bahnunternehmen Go-Ahead hat den Fahrzeughersteller Stadler mit der Lieferung von 22 elektrischen Triebzügen des Typs FLIRT beauftragt. Die Neufahrzeuge sollen ab Ende 2021 im E-Netz Allgäu in Baden-Württemberg und Bayern verkehren.


© Stadler

Der Fahrzeughersteller Stadler wird die neuen Fahrzeuge für den Einsatz im künftigen E-Netz Allgäu liefern. Ab dem 12. Dezember 2021 sollen die elektrischen Triebzüge auf der Strecke München-Memmingen-Lindau unterwegs sein. Go-Ahead verfügt damit über eine Flotte von insgesamt 88 FLIRT unterschiedlichster Konfigurationen und Ausstattungen. Der Vertrag zur Bestellung der Neufahrzeuge wurde im Rahmen der InnoTrans, der internationalen Leitmesse für Verkehrstechnik, in Berlin von Stefan Krispin, Geschäftsführer von Go-Ahead, und Ulf Braker, Geschäftsführer von Stadler Pankow unterzeichnet. Das Auftragsvolumen liege im niedrigen dreistelligen Millionen-Bereich.

Die vierteiligen Fahrzeuge sind nach Herstellerangaben mit einer großzügigen Sitzgestaltung sowie Arbeitstischen und Steckdosen zum Aufladen mobiler Endgeräte an den Sitzen ausgestattet. Zusätzliche Gepäckregale ergänzen die Gepäckablagen über den Sitzen. In der Fahrzeugdecke eingelassene Kameras ermöglichen die Überwachung des Fahrgastraums und sollen somit zur Sicherheit beitragen. Die Fahrzeuge sind sowohl im Innenraum als auch in der Außengestaltung in blau-weißem Design gestaltet. Die 74 Meter langen Triebzüge bieten 395 Personen Platz, 200 davon sitzend in der 2. Klasse, 16 Sitzplätze sind als 1.-Klasse-Bereich ausgewiesen. Wie alle FLIRT verfügen die Fahrzeuge über helle, freundliche Fahrgastbereiche, sind barrierefrei und durchgängig niederflurig. In jedem Zug befinden sich zwei WCs, eins davon ist nach TSI PRM ausgestattet. Die besonders groß gestalteten Mehrzweckbereiche bieten Raum für den Transport von bis zu 21 Fahrrädern, sperrigem Gepäck und Kinderwagen. Ebenso sind Rollstuhlplätze nach TSI PRM eingerichtet. Das zeitgemäße Fahrgastinformationssystem ebenso wie die fahrzeugseitige WLAN-Ausstattung erleichtern den Reisenden die minutengenaue Aktualisierung ihrer Reise. Die Fahrzeuge erreichen eine maximale Geschwindigkeit von 160 km/h.

© Stadler

„Wir freuen uns, die partnerschaftliche und gute Zusammenarbeit mit Go-Ahead fortsetzen zu können“, sagt Ulf Braker, Geschäftsführer der Stadler Pankow GmbH. „Bei den Fahrzeugen handelt es sich um die ersten E-Fahrzeuge, die auf der bis zur Betriebsaufnahme elektrifizierten Strecke nach Lindau am Bodensee fahren. Dem Reiseaufkommen in dieser schönen Region begegnen wir mit äußerst komfortabel gestalteten Fahrzeugen, die zusätzlich mit großen Gepäckregalen ausgestattet sind.“

„Mit dem Liefervertrag für das Elektronetz Allgäu haben wir nun unseren vierten Vertrag mit Stadler abgeschlossen. Einer der Grundpfeiler unseres qualitativ hochwertigen Betriebs sind erstklassige Fahrzeuge“, sagt Stefan Krispin, Geschäftsführer der Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH. „Mit den neuen FLIRT von Stadler wollen wir den hohen Erwartungen an Komfort, Sicherheit und Qualität, die unsere zukünftigen Fahrgäste an uns als neuen Bahnbetreiber auf der Strecke haben, erfüllen.“


red/Stadler

Titelfoto: © Stadler

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