Sicherheit, Sauberkeit und Gefahrenabwehr

Sachbeschädigung im Bahnhof Appenweier, Hindernisse im Gleis und weitere Polizeimeldungen

+++ Appenweier: Sachbeschädigung im Bahnhof – Bundespolizei sucht Zeugen +++

© Bundespolizei

Unbekannte haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag (22./23. September) im Bahnhof Appenweier die Scheiben zweier Wetterschutzhäuschen eingeschlagen und die elektronische Anzeigetafel beschädigt. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch nicht bekannt. Ebenso liegen zu möglichen Tätern keinerlei Erkenntnisse vor. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Wer Angaben zu den Sachbeschädigungen im Bahnhof Appenweier machen kann wird gebeten, sich mit der Bundespolizei Offenburg unter 0781/9190-0 in Verbindung zu setzen.

+++ Brandenburg: Hindernisse auf Bahngleise gelegt +++

Am zurückliegenden Wochenende kam es zu mehreren Fällen von Hindernisbereitung auf Bahngleisen. In einem Fall flüchteten mehrere Kinder vom Schadensort.

Samstagnachmittag bemerkte der Lokführer eines Regionalzuges gegen 15:30 Uhr aufgelegte Steine auf den Schienen der Fernbahnstrecke zwischen den Bahnhöfen Michendorf und Saarmund. Er brachte seinen Zug zum Stehen und beräumte das Gleis. Kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Saarmund überfuhr der Zug erneut aufgelegte Schottersteine. Ein auf der Strecke in die Gegenrichtung fahrender Triebfahrzeugführer eines Güterzuges nahm den Vorfall wahr. Nachdem der Mann mehrere Kinder, die sich in unmittelbarer Nähe aufhielten ansprach, ergriffen diese die Flucht. Der Streckenbereich wurde daraufhin zweitweise gesperrt. Die Bundespolizei leitete Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen gaben die Beamten die Strecke wieder frei. Aufgrund der Sperrung mussten zwei Züge ausfallen und drei umgeleitet werden. Zehn weitere Züge verspäteten sich um insgesamt mehr als vier Stunden.

Samstagmorgen legten Unbekannte bereits Kabelabdeckplatten, Gleisbohlen und ein Kilometrierungsschild auf die S-Bahngleise zwischen den Bahnhöfen Spindlersfeld und Oberspree. Eine S-Bahn überfuhr die Gegenstände und wurde dadurch beschädigt. Unter anderen rissen diverse Schläuche und Kupplungen des S-Bahnzuges in Folge des Aufpralls ab. Sechs Reisende mussten aus dem Zug evakuiert werden, da dieser nichtmehr fahrtüchtig war. Die Bundespolizei ermittelt auch in diesem Fall wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

+++ Lahr: Kinder in den Gleisen sorgen für Streckensperrung +++

Am Montagabend (24. September), gegen 18:10 Uhr, haben drei 11-jährige Kinder für eine 30-minütige Sperrung der Rheintalbahn bei Lahr gesorgt. Nach einer Meldung durch die Notfallleitstelle der Bahn in Karlsruhe fuhren unverzüglich Streifen von Bundes- und Landespolizei die Örtlichkeit an und konnten die drei Jungs in einem nahe gelegenen Maisfeld antreffen. Laut ersten Erkenntnissen haben sie sich im Gleis aufgehalten um ein „spektakuläres“ Video zu drehen. Beim Polizeirevier Lahr wurden sie im Beisein der Erziehungsberechtigten eindringlich über die Gefahren im Bahnverkehr belehrt. Durch die vorsorgliche Streckensperrung entstanden Zugverspätungen.

+++ Rudersberg: Radfahrer von Zug erfasst und getötet +++

Ein älterer Radfahrer ist am Dienstagnachmittag (25. September) in Rudersberg von einem Zug erfasst und getötet worden. Der Senior war gegen 15:45 Uhr von der Brühlstraße kommend nach links auf die Neue Zumhofer Straße (L 1080) und sogleich auf den halbseitig beschrankten und geschlossenen Bahnübergang eingefahren. Hierbei wurde er von der Wieslauftalbahn erfasst, die von Schorndorf kommend in Richtung Ortsmitte unterwegs war. Der Senior war nach Polizeiangaben sofort tot. Der Triebfahrzeugführer und die neun Fahrgäste der Wieslauftalbahn blieben unverletzt, standen jedoch unter dem Eindruck des Unfalls. Der Triebfahrzeugführer wurde von einem Notfallseelsorger betreut. Bei dem Zugunfall waren Rettungsdienst, Notarzt, DRK-Bereitschaft Wieslauftal, die Freiwillige Feuerwehr, ein Notfallseelsorger, städtische Mitarbeiter, Vertreter der Betreiberfirma und die Polizei im Einsatz. Der Bürgermeister kam ebenfalls vor Ort und machte sich ein Bild des Geschehens. Der Bahnverkehr war für mehrere Stunden beeinträchtigt.

+++ Rotenburg a.d. Fulda: Güterzug stoppt wegen Steinewerfer +++

Ein bislang Unbekannter bewarf am Montag (24. September), gegen 23:50 Uhr, im Bahnhof Rotenburg an der Fulda einen Güterzug mit Steinen. Die Frontscheibe wurde nur leicht beschädigt. Verletzt wurde durch diese gefährliche Aktion zum Glück niemand. Weil es einen heftigen Knall gab, dachte der Lokführer zunächst, dass er beschossen wurde. Daraufhin stoppte er seinen Zug und alarmierte über die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn die Bundespolizei. Die Strecke zwischen Bebra und Heinebach wurde daraufhin durch den Notfallmanager für rund eine Stunde gesperrt. Ein Zug aus Richtung Heinebach wurde nach dort zurückgesetzt. Dies brachte erhebliche Verspätungen für nachfolgende Züge. Beamte der Kasseler Bundespolizei und der Polizei in Rotenburg fuhren mit Sondersignalen zum Bahnhof Rotenburg an der Fulda. Nach ersten Fahndungsmaßnahmen konnte Entwarnung gegeben werden. Den Steinewerfer trafen die Beamten nicht mehr an. Nach ersten Ermittlungen soll ein älterer, schwarz gekleideter Mann für die Tat verantwortlich sein.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren eingeleitet. Wer Angaben zu dem Fall machen kann, wird gebeten, sich unter der Tel.-Nr. 0561/81616-0 bzw. der kostenfreien Service-Nr. 0800 6 888 000 oder über www.bundespolizei.de zu melden.

+++ Ludwigshafen am Rhein: Sachbeschädigung durch Brandlegung +++

Am Sonntagabend (23. September), gegen 21:45 Uhr, kam es am Hauptbahnhof Ludwigshafen/Rhein im Bereich „Deutsche Straße“ zu einem Brand auf einem Güterwaggon. Bislang unbekannte Täter zündeten einen Autoreifen und einen Feuerlöscher an. Hierbei beschädigten sie mehrere Holzbohlen des Güterwaggons. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf 500 Euro. Bereits am 11. September um 21:58 Uhr setzten unbekannte Täter an derselben Örtlichkeit einen Güterwaggon der DB Cargo in Brand. Die Bundespolizei ermittelt in beiden Fällen und sucht nun Zeugen, die Hinweise zu den Tätern oder dem Tathergang machen können. Da das Gelände an ein Wohngebiet angrenzt, könnten auch Anwohner Beobachtungen gemacht haben. Die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Telefonnummer 0631/34073-0 oder über bpoli.kaiserslautern.presse@polizei.bund.de zu melden.

+++ Berlin: Körperliche Auseinandersetzung zwischen Sicherheitsmitarbeitern und einem Reisenden +++

Am Samstagabend (22. September) kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung in einer S-Bahn, im Zuge derer zwei Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn einen wohnungslosen Mann angegriffen haben sollen. Kurz nach 21 Uhr weckten die Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn einen 34-jährigen Polen in einer S-Bahn der Linie S7 am Bahnhof Ahrensfelde. Mehrere Zeugen sollen dabei beobachtet haben, wie ein 43-jähriger Sicherheitsmitarbeiter dem wohnungslosen Mann im weiteren Verlauf mit der Faust ins Gesicht schlug. Sein 52-jähriger Kollege soll den Polen danach zu Boden geschubst haben. Der 34-Jährige verletzte sich dabei am Knie und im Gesicht. Ein 17-Jähriger Zeuge nahm die Auseinandersetzung mit seinem Handy auf und informierte die Polizei über den Notruf. Alarmierte Bundespolizisten leiteten Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen die beiden deutschen Sicherheitsmitarbeiter ein. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen beließen die Beamten alle Beteiligten auf freiem Fuß. Der alkoholisierte 34-jährige Pole lehnte eine medizinische Versorgung vor Ort ab. Die genauen Umstände der körperlichen Auseinandersetzung bleiben Gegenstand der weiteren Ermittlungen.


red

Titelfoto: © Bundespolizei

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