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Steine auf Gleise gelegt – Bundespolizei trifft 8- und 10-jährige Kinder an

Wie die Bundespolizei mitteilt, haben am Donnerstagnachmittag (4. Oktober), gegen 15:50 Uhr, zwei 8- und 10-jährige Geschwister am Bahnhof Blaubeuren mehrere Schottersteine auf die Gleise gelegt.


Als der Lokführer eines von Ulm kommenden Zuges zwei Jungen im Gleisbereich erkannte, gab dieser unverzüglich Achtungspfiffe ab. Die beiden Brüder verließen daraufhin den Gleisbereich, sodass keine Schnellbremsung eingeleitet werden musste. Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn hielt die beiden Minderjährigen bis zum Eintreffen der alarmierten Bundespolizisten am Bahnhof Blaubeuren fest. Bei dem Zug handelte es sich um einen Leerzug, welcher nach bisherigen Ermittlungen durch den Vorfall nicht beschädigt wurde. Bundespolizisten brachten die beiden Geschwister anschließend nach Hause und übergaben sie an die erziehungsberechtigte Mutter. Zudem führten die Polizeibeamten eine Gefährdeansprache sowie ein belehrendes Gespräch durch. Durch die erforderliche Gleissperrung kam es zu bahnbetrieblichen Beeinträchtigungen. Bereits gegen 13:20 Uhr musste die Strecke zwischen Blaubeuren und Arnegg gesperrt werden, da sich nach Polizeiangaben zwei Kinder im Gleisbereich aufgehalten hatten. Auch in diesem Fall überfuhr ein durchfahrender Zug offenbar aufgelegte Schottersteine.

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang: „Hindernisse wie diese können einen Zug zur Entgleisung bringen. Durch umherfliegende Schottersteine gefährden sich die Täter nicht nur selbst, sondern vor allem auch Zugpassagiere und andere Personen“, erklärt Bundespolizeisprecher Daniel Kroh. Zudem weist die Bundespolizei darauf hin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. „Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt.“


red

Titelfoto: © Bahnblogstelle (Symbolbild)

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