Bahnbetriebsunfälle und andere gefährliche Ereignisse

16-jährige Jugendliche in Stade von Zug erfasst und tödlich verletzt

Am Montag (15. Oktober), gegen 13 Uhr, kam es in Stade auf dem Bahnübergang im Brunnenweg zu einem Unfall, bei dem eine 16-jährige Jugendliche aus Stade tödliche Verletzungen erlitt.


© Polizeiinspektion Stade

Laut Polizeiangaben war die Schülerin auf dem Weg von der Schule nach Hause und wollte den dortigen Bahnübergang überqueren. Sie ließ den in Richtung Stade fahrenden Metronom durchfahren und betrat dann trotz noch geschlossener Halbschranke den Übergang. Im selben Moment kam aus der Gegenrichtung ebenfalls ein Metronom, der in Richtung Cuxhaven unterwegs war. Der 36-jährige Lokführer konnte einen Zusammenprall aus einer Geschwindigkeit von 80 bis 90 km/h trotz eingeleiteter Schnellbremsung nicht mehr verhindern. Die Jugendliche wurde mit ihrem Fahrrad vom Zug erfasst und ca. 50 Meter weit durch die Luft geschleudert. Sie blieb tödlich verletzt auf den Schienen liegen.

Der Notarzt und die Besatzung zweier Rettungswagen konnten der Verunfallten nicht mehr helfen und nur noch den Tod des Mädchens feststellen. Die etwa 130 Fahrgäste des Zuges blieben unverletzt. An der Unfallstelle kamen rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Bundespolizei und Rettungsdienst zum Einsatz.

Der Lokführer erlitt durch den tragischen Vorfall einen Schock und musste durch einen Kollegen abgelöst werden, der den Zug dann zunächst in den Stader Bahnhof zurückfuhr. Die Bahnstrecke zwischen Stade und Cuxhaven war für rund 2,5 Stunden voll gesperrt.

Mit Hilfe zweier Notfallseelsorger wurden die Eltern und die Schwester des Unfallopfers betreut. Ein Notfallmanager der Bahn kümmerte sich vor Ort um den Bahnbetrieb.

Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 04141-102215 bei der Stader Polizeiinspektion zu melden.


red

Titelfoto: Polizeiinspektion Stade

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