Sicherheit, Sauberkeit und Gefahrenabwehr

Personengruppe wirft Eisenstange vor fahrende S-Bahn – Berliner Bundespolizei ermittelt

Am Mittwochabend (7. November) warfen Unbekannte eine knapp fünf Meter lange Eisenstange von einer Brücke aus in Richtung einer durchfahrenden S-Bahn der Linie S41. Die Berliner Bundespolizei sucht nun nach Zeugen, die Angaben zu diesem Vorfall machen können.


© Bundespolizei

Auf der Fahrt zwischen den S-Bahnhöfen Hermannstraße und Berlin-Tempelhof erkannte der Triebfahrzeugführer der S-Bahn gegen 20 Uhr eine Personengruppe auf der Oderstraßenbrücke. Kurz bevor die S-Bahn die Unterführung passierte, sah der 58-Jährige, wie die Personen eine Eisenstange von der Brücke fallen ließen. Die Stange kam noch vor der S-Bahn auf den Gleisen auf und wurde dann durch den Zug überrollt. Innerhalb der S-Bahn war beim Aufprall ein lauter Knall zu vernehmen. Es kam zu einem Kurzschluss, wodurch der Zug seine Fahrt nicht mehr selbstständig fortsetzen konnte und in der weiteren Folge zum S-Bahnhof Tempelhof abgeschleppt werden musste. In der S-Bahn befanden sich knapp 60 Reisende, die alle unverletzt blieben.

Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein und fahndete im Nahbereich nach den unbekannten Tätern.

Ein Zeuge gab gegenüber den Beamten an, dass die Eisenstange bereits seit längerer Zeit in einer Grünanlage lag. Eine Gruppe von ca. 8-9 Jugendlichen soll die Stange dann gemeinsam aufgehoben und von der Brücke aus in die Gleisanlage geworfen haben. Laut den Aussagen des 50-jährigen Zeugen sollen die Jugendlichen ein südländisches Erscheinungsbild gehabt haben. Eine Person soll mit einem weißen Sweatshirt mit schwarzem Aufdruck bekleidet gewesen sein. Zeugen, die sachdienliche Angaben zur Tat oder den unbekannten Personen machen können, werden gebeten, sich bei der Bundespolizei zu melden.

Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Berlin-Ostbahnhof unter der Rufnummer 030 / 2977790 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Zudem kann auch die kostenlose Servicenummer der Bundespolizei (0800 / 6 888 000) genutzt werden.


red/BPol

Titelfoto: Bahnblogstelle (Symbolbild)

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