Lebensgefährliche Gleisüberschreitung im Bahnhof Bonn-Mehlem

Samstagvormittag (10. November) überquerte ein Reisender im Bahnhof Bonn-Mehlem unbefugt die Gleise. Ein herannahender Regionalexpress konnte einen Zusammenprall mit dem 34-Jährige nicht mehr verhindern. Der Mann wurde am Bein verletzt.


Gegen 09:30 Uhr wurde die Bundespolizei über einen Personenunfall im Bahnhof Bonn-Mehlem informiert. Ein Mann hatte unbefugt die Gleise überquert. Während dieser lebensgefährlichen Aktion verlor er seine Reisetasche und sprang erneut ins Gleis, um sein Gepäck zu holen. Der Lokführer eines ankommenden und ursprünglich durchfahrenden Regionalexpress gab einen Achtungspfiff ab und leitete umgehend eine Schnellbremsung ein. Ein Zusammenprall ließ sich jedoch nicht mehr vermeiden; der Zug erfasste den 34-Jährigen am Bein. Augenzeugen halfen dem Verletzten aus dem Gleisbereich und kümmerten sich um ihn. Auf Nachfrage der Bundespolizei wollte sich der Gleisläufer zu seiner lebensgefährlichen Aktion nicht äußern. Der Mann hatte einen Atemalkoholwert von ca. 2,5 Promille und wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht. Der Lokführer des Zuges musste aufgrund des Vorfalls abgelöst werden. Insgesamt 24 Züge erhielten eine Gesamtverspätung von 559 Minuten.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor dem unbefugten Überschreiten der Gleise und dem Aufenthalt im Gleisbereich.


red

Titelfoto: Bahnblogstelle (Symbolbild)

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