Fahrzeuge und Fahrzeugtechnik

DB Regio Bayern zieht positive Zwischenbilanz zum Einsatz von Hybrid-Rangierlokomotiven

Beim Rangieren von Reisezügen in den Bahnhöfen Nürnberg und Würzburg sind im Rahmen eines achtjährigen Praxistests bei DB Regio Bayern fünf moderne, klimafreundliche Hybrid- Lokomotiven in Betrieb. In Nürnberg hat DB Regio Bayern nun zusammen mit der Technischen Hochschule nach zweijähriger Erfahrung mit der neuen Technologie eine positive Zwischenbilanz gezogen. Im November 2016 wurde das Projekt in Franken gestartet.


© Deutsche Bahn

Zu 78,6 Prozent fährt eine Hybrid-Rangierlokomotive (H3) des Herstellers ALSTOM im Batteriebetrieb. Das bedeutet eine drastische Senkung des Dieselkraftstoffverbrauchs um 35 Prozent. Zudem konnten rund 160 Tonnen CO2 in den zwei Betriebsjahren eingespart werden. Das entspricht dem jährlichen Emissionsausstoß von etwa 80 PKW. Weiterhin wurde eine Lärmreduzierung für die Anwohner erreicht, da das Dieselaggregat nur dann anspringt, wenn die Batterien aufgeladen werden müssen.

„Von unseren Hybridloks profitieren unsere Kunden, Mitarbeiter, Anwohner und die Umwelt. Mit der neuen Technologie stärken wir die umweltfreundliche Schiene“, sagt Jens Fischer, Leiter Fahrzeugmanagement DB Regio Bayern.

Zu Beginn des Praxistests wurden beim Dieselkraftstoff Einsparungen von mindestens 30 Prozent je Hybrid-Lokomotive gegenüber konventionellen Fahrzeugen prognostiziert. Bei den CO2-Emissionen gingen die Experten von einer Reduktion von etwa 80 Tonnen pro Jahr aus.

„Die von uns im Laufe von zwei Jahren ermittelten Werte zeigen, dass die Hybridtechnologie die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt“, erklärt Prof. Dr.-Ing Martin Cichon von der Technischen Hochschule Nürnberg, die das Vorhaben wissenschaftlich begleitet hat.

Die Hybridvariante der 950 PS (700 kW) starken H3-Rangierlokomotive von ALSTOM hat eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h und basiert auf einer dreiachsigen Fahrzeugplattform. Über ein Dieselaggregat wird Energie erzeugt und in die Batterien eingespeist. Von dort wird der Antriebsblock im Batteriebetrieb abgasfrei und geräuscharm mit elektrischer Energie versorgt.

Das Dieselaggregat verfügt über eine moderne Abgasnachbehandlung und erfüllt somit die EU-Abgasnorm Stufe IIIB.

Franken ist eine durch den Freistaat Bayern geförderte Modellregion für innovative Antriebstechnologien. Daher wurde entschieden, das Projekt an den Regio-Standorten Nürnberg und Würzburg durchzuführen, das zudem durch den Freistaat finanziell gefördert wird.

Die Hybridlokomotive ist als Projekt Nr. 44 nur eines von über 140 „Das ist grün.“-Projekten. Sie stehen für das umfassende Umweltengagement der Deutschen Bahn im Klima-, Natur- und Lärmschutz.


Pressemitteilung DB

Titelfoto: Deutsche Bahn

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