Intercity 2 mit Ellok Baureihe 146. (Foto: © DB AG / Kai Michael Neuhold)

Angebotsverbesserung für Ostthüringen: Neue Intercity-Verbindungen ab Gera / Zweistündliche Direktverbindungen nach Leipzig und Halle

Seit dem Fahrplanwechsel am vergangenen Sonntag gibt es in Ostthüringen drei Verbesserungen im Verkehrsangebot.


  • Bis zu drei Intercity-Zugpaare pro Tag verbinden Gera über Jena, Weimar, Erfurt mit Kassel und Nordrhein-Westfalen. Damit wird Gera wieder in das Fernverkehrsnetz der DB eingebunden. Auf Basis einer Vereinbarung mit dem Freistaat Thüringen können zwischen Gera und Erfurt alle Intercity-Züge auch mit Fahrscheinen des Nahverkehrs bzw. des Verkehrsverbundes Mittelthüringen (VMT) ohne Aufpreis genutzt werden.

Die Intercity (IC) halten zwischen Gera und Erfurt in Hermsdorf-Klosterlausnitz, Stadtroda, Jena-Göschwitz, Jena West sowie Weimar und sind auf diesem Abschnitt in den Takt der Regional-Express-Züge (RE 1 Göttingen–Glauchau) integriert. Folgende IC sind zwischen Erfurt und Gera unterwegs:

  • Der Franken-Thüringen-Express (FTX), bisher zwischen Nürnberg, Saalfeld und Jena Saalbahnhof unterwegs, wird bis Leipzig verlängert. Damit besteht alle zwei Stunden eine schnelle umsteigefreie Verbindung von Jena nach Leipzig.
  • DB Regio Südost übernimmt die Betriebsführung für den zweistündlich zwischen Jena und Halle (Saale) fahrenden RE 18 „Saale-Express“. Eingesetzt werden modernisierte Doppelstockzüge mit Platz für 30 Fahrräder. Die Fahrgäste profitieren außerdem von kostenlosem WLAN.

„Mit diesen spürbaren Angebotsverbesserungen bekennen wir uns zu Ostthüringen mit seinen Metropolen Gera und Jena. Mit der Elektrifizierung der Strecke Weimar–Jena–Gößnitz werden die Voraussetzungen geschaffen, künftig gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen weitere kundenorientierte und integrierte Verkehrslösungen in Ostthüringen anbieten zu können“, betont Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow: „Von der neuen Intercity-Verbindung von Nordrhein-Westfalen nach Gera profitiert der gesamte Freistaat. Die harten Verhandlungen auf Bundesebene haben sich für Thüringen absolut gelohnt. Ostthüringen ist wieder integraler Bestandteil des nationalen Eisenbahnnetzes. Die Menschen, die Wirtschaft und die Wissenschaftsstandorte in Ostthüringen sind die größten Gewinner des neuen Fernverkehrsangebots.“

Thüringens Verkehrsministerin Birgit Keller: „Gera ist endlich wieder an den Fernverkehr angeschlossen. Heute ist ein guter Tag für den Freistaat denn es ist uns gelungen, die historische Fehlentscheidung zu beheben, die vor 15 Jahren dazu führte, Ostthüringen vom Fernverkehrsnetz abzukoppeln. Wir haben auch erreicht, dass in den IC-Zügen die Nahverkehrstickets für Thüringen gültig bleiben und so Nachteile für Fahrgäste im Nahverkehr nach Weimar und Jena verhindern. Dieser Erfolg hat viele Gewinner, vor allem profitieren aber die Fahrgäste und das ist das Wichtigste.“


red/DB

Titelfoto: DB AG / Kai Michael Neuhold (Archivfoto)

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