Verwirrter Mann springt auf fahrenden Güterzug auf

Im Hauptbahnhof Osnabrück kam es am Montagabend (10. Dezember) zu einem lebensgefährlichen Ereignis: Ein 56-jähriger Mann ist dort auf einen durchfahrenden Güterzug aufgesprungen und bis Melle mitgefahren.


Gegen 19:27 Uhr erhielt die Bundespolizei in Osnabrück über den polizeilichen Notruf die Nachricht, dass ein Mann im Hauptbahnhof Osnabrück auf einen langsam durchfahrenden Güterzug aufgesprungen und mitgefahren sei.

Sobald über den Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn der betreffende Zug ermittelt war, wurde Kontakt zum Triebfahrzeugführer aufgenommen und ein Zwangshalt für den Güterzug angeordnet. Der Zug stoppte daraufhin außerplanmäßig im Bahnhof Melle.

Dort sprang der Mann von dem stehenden Güterzug und stieg noch vor Eintreffen der Polizeikräfte in einen Nahverkehrszug in entgegengesetzter Richtung, zurück nach Osnabrück, ein. Um offenbar der Fahrscheinkontrolle der Zugbegleiterin zu entgehen, verließ der 56-Jährige bereits beim Zughalt in Westerhausen wieder fluchtartig den Zug.

Kurz darauf konnte der Mann aber durch eine Streife der Bundespolizei in der unmittelbaren Nähe des Bahnhofes angetroffen und in Gewahrsam genommen werden. Der leicht alkoholisierte 56-Jährige machte einen insgesamt verwirrten Eindruck auf die Bundespolizisten und wurde zur medizinischen Behandlung in eine Osnabrücker Klinik gebracht.


red/BPol

Titelfoto: Bundespolizei (Symbolbild)

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