Jugendliche bewerfen ICE mit Steinen – Bundespolizei stellt Tatverdächtige

Laut einer Mitteilung der Bundespolizei bewarfen am Freitag (14. Dezember), kurz nach 18 Uhr, zwei Jugendliche einen ICE mit Schneebällen und Steinen.


Der Zug war auf der Schnellfahrstrecke von Erfurt in Richtung Nürnberg unterwegs, als der Triebfahrzeugführer einen Einschlag bemerkte. Der Vorfall ereignete sich an der Nordeinfahrt des Tunnels Tragberg zwischen den Ortschaften Gehren und Langewiesen nahe Ilmenau. Der Triebfahrzeugführer leitete daraufhin eine Schnellbremsung ein und brachte den Zug zum Stehen.

Neben der Bundespolizei kamen auch Landespolizei und Feuerwehr sowie der Notfallmanager der Deutschen Bahn vor Ort. Der ICE wurde durch den Bewurf an der Frontscheibe beschädigt, konnte aber seine Fahrt fortsetzen. Die Strecke war bis 23 Uhr gesperrt.

In Folge der Ermittlungen konnten zwei Jugendlichen (14 und 16 Jahre) aus der Region namhaft gemacht werden, die nach Polizeiangaben für die Tat verantwortlich sein sollen. Gegen diese ermittelt die Bundespolizei wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Die Bundespolizei weist in dem Zusammenhang wiederholt darauf hin, dass Gleise, Brücken, Tunnel und sonstige Anlagen der Bahn keine Abenteuerspielplätze sind. „Züge können, anders als Fahrzeuge auf der Straße, Hindernissen nicht ausweichen und haben aufgrund ihrer großen Masse einen Bremsweg von bis zu 1.000 Metern. Darüber hinaus sind moderne Züge wesentlich leiser als ihre Vorgängermodelle und daher erst spät zu hören. ICE-Züge sind in Thüringen mit deutlich über 200 Stundenkilometern unterwegs. Nicht unterschätzt werden darf dabei die durch die hohen Geschwindigkeiten erzeugte Sogwirkung. Weder dürfen Züge – und auch alle anderen Fahrzeuge – mit Steinen beworfen werden, noch dürfen Steine auf die Schienen gelegt werden. Dadurch bringt man sich und andere in größte Gefahr.“


red/BPol

Titelfoto: Bundespolizei

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