DB setzt Modernisierung fort und will Verspätungen reduzieren

Die Deutsche Bahn setzt auch 2019 das – nach eigenen Angaben – „größte Modernisierungsprogramm der Bahngeschichte“ fort. Dabei fließen rund 10,7 Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur und Bahnhöfe. Zudem sollen Verspätungen und der Rückstau im Netz reduziert werden.


© Deutsche Bahn

„Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Investitionen in das Eisenbahnnetz zeigen Wirkung“, sagt DB-Vorstand Ronald Pofalla. Dem Infrastrukturvorstand zufolge seien seit 2010 rund 16.000 Kilometer Gleise und somit fast die Hälfte des Streckennetzes saniert worden. Auch der Zustand von Anlagen und Brücken habe sich verbessert, so Pofalla. 2019 sollen weitere rund 1.500 Kilometer Gleis, über 300 Brücken und rund 650 Bahnhöfe saniert werden.

Um die Auswirkungen des Bauens so gering wie möglich zu halten, setze man weiter auf das Lagezentrum Bau, teilt die Bahn mit. Laut Infrastrukturvorstand Pofalla bekomme die Bahn „das Fahren und Bauen immer besser in den Griff.“ Trotz eines um 20 Prozent gestiegenen Bauvolumens habe die DB die damit verbundenen Verspätungen um 27 Prozent reduziert. Zudem liege der Fokus stärker auf der kundenorientierten Baustellenplanung. Das bedeutet: mehr Bauleute, mehr Hilfsbauwerke, mehr Nachtarbeit.

Neben der besseren Koordination von Baustellen sollen vor allem Engpässe im hochbelasteten Schienennetz reduziert werden. Seit 1994 seien immer mehr Personen- und Güterzüge auf dem Netz unterwegs – ein Anstieg von über 50 Prozent. „Wir sagen dem Stau auf der Schiene den Kampf an. An den neuralgischen Punkten steuern wir aktiv gegen den Rückstau, der sich auf das gesamte Netz auswirkt. Dabei setzen wir auf ein intensives Engpassmanagement in vier Plankorridoren“, so Pofalla.

PlanStart-Teams werden verdoppelt

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Die seit 2016 unterstützenden PlanStart-Teams an den zentralen Eisenbahnknoten sollen nahezu verdoppelt werden, um in Zukunft an rund 20 Bahnhöfen für eine pünktlichere Abfahrt der Züge zu sorgen. Bislang hat die DB nach eignen Angaben die planmäßige Abfahrt der Fernverkehrszüge um 21 Prozent verbessern können.

Um mehr Kapazität im deutschen Schienennetz zu schaffen, will die DB auf die Digitalisierung der Schiene setzen. Pofalla: „Wir rechnen bundesweit mit einem Kapazitätszuwachs von bis zu 20 Prozent.“ Zusätzlich baue die DB das Schienennetz weiter aus. 50 Neu- und Ausbauprojekte befinden sich 2019 in Planung und im Bau.


 

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