Ägypten: Tote und Verletzte bei Zugunglück in Kairo

Aktualisiert um 23:52 Uhr

Aus zunächst unbekannter Ursache kam es am Mittwoch in Kairo zu einem schweren Zugunglück. Mehrere Menschen starben. Medienberichten zufolge könnte ein Streit unter Lokführern den Unfall ausgelöst haben.


Bei einem Zugunglück am Hauptbahnhof von Kairo sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen, weitere 47 seien verletzt worden. Nach Angaben unterschiedlicher Medien war der Zug bei der Einfahrt in den Bahnhof mit überhöhter Geschwindigkeit frontal und ungebremst auf den Prellbock aufgefahren. Anschließend brach ein Großbrand aus.

Die Ursache für den Zugunfall ist möglicherweise ein Streit zwischen Lokführern gewesen. Wie die tagesschau mit Verweis auf den Generalstaatsanwalt berichtet, sei es kurz vor dem Unglück zu einem Streit gekommen. Laut Generalstaatsanwalt Nabil Sadek verließ der Lokführer des Unglückszuges im Streit mit einem anderen Lokführer, der ihn mit seiner Lok geschnitten hatte, sein Triebfahrzeug, ohne vorher die Bremsen zu betätigen.

Dem Bericht zufolge reichte der ägyptische Verkehrsminister Hischam Arafat bereits seinen Rücktritt ein.

Das Schienennetz in Ägypten wird seit Jahren vernachlässigt und befindet sich in einem schlechten Zustand. Laut Statistikbehörde gab es 2017 insgesamt 1.792 Zugunglücke in dem Land.


Titelfoto: © Tasnim News Agency

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