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ODEG bestellt 23 Regionalzüge für das Elbe-Spree-Netz

Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) hat bei Siemens Mobility 23 Regionalzüge vom Typ Desiro HC für den Einsatz im Netz Elbe-Spree bestellt. Die neuen 21 sechs- und zwei vierteiligen Züge sollen ab Dezember 2022 auf den Linien RE1, RE8 und RB17 verkehren.


Wie der Zughersteller Siemens mitteilt, hat die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) 23 Regionalzüge vom Typ Desiro HC bestellt. Der Auftragswert beläuft sich auf über 300 Millionen Euro.

Die Triebzüge sind für den Einsatz auf den Regionalbahnlinien RE1, RE8 und RB17 im neuen Streckennetz Elbe-Spree vorgesehen. Die ODEG hatte im Januar 2019 den Zuschlag als Betreiber dieser Linien im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) erhalten. Der Vertrag beinhaltet die Option auf Kapazitätserweiterung der RE1-Züge nach Verlängerung der Bahnsteige auf dieser Verbindung. Die Auslieferung der 21 sechs- und zwei vierteiligen Züge soll ab Sommer 2022 beginnen. Die Betriebsaufnahme ist für den Fahrplanwechsel im Dezember 2022 geplant. Die Produktion erfolgt im Siemens-Mobility-Werk in Krefeld.

„Wir haben bereits mit der Umsetzung unseres Betriebskonzeptes Netz Elbe-Spree begonnen. Neben dem Ausbau der Werkstatt und unseres Ausbildungsbereiches sind die Fahrzeuge ein sehr wichtiger Part. Fahrzeuge, die allen Anforderungen des Verkehrsvertrages entsprechen und sich im laufenden Betrieb bewähren müssen. Hier setzen wir auf Siemens Mobility als starken Partner und gehen von einer rechtzeitigen und professionellen Herstellung bis zum Betriebsstart sowie einer sehr guten Zusammenarbeit aus“, sagte Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer und Sprecher der ODEG.

„Siemens wurde in Berlin gegründet; Berlin ist auch heute einer der beiden Hauptsitze von Siemens. Wir sind daher der Region Berlin-Brandenburg traditionell sehr verbunden. Allein die Mobilitätssparte beschäftigt 1.100 Mitarbeiter in der Hauptstadt. Viele dieser Kollegen pendeln aus der umliegenden Region zu ihrem Arbeitsplatz und werden dafür ab 2022 Siemens-Züge nutzen können“, sagte Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

© Siemens

Der VBB startete im November 2017 im Auftrag der Bundesländer Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt das europaweite Vergabeverfahren des Netzes Elbe-Spree (NES). Mit jährlich rund 27 Millionen Zugkilometern ist es das größte Eisenbahnnetz in Deutschland, das bislang im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ausgeschrieben wurde. Das Vergabenetz umfasst 17 Regionalexpress- und Regionalbahnlinien sowie den Flughafenexpress (FEX). Die zu vergebenden Verkehrsleistungen wurden in vier Lose aufgeteilt. Los 1 und Los 4 wurden an die ODEG vergeben.


red/Siemens, Titelfoto: Siemens

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