23-Jähriger klettert auf Güterwagen und erleidet Stromschlag

Einer Mitteilung der Bundespolizeiinspektion Kassel zufolge erlitt ein 23-jähriger Mann am vergangenen Samstag (30. März) einen Stromschlag aus der Oberleitung, nachdem er auf einen abgestellten Güterwagen geklettert war.


© Bundespolizei (Symbolbild)

Am vergangenen Samstag ereignete sich gegen 17 Uhr ein tragischer Unglücksfall im Güterbahnhof Gießen. Ein junger Mann aus Hungen kletterte, aus bisher ungeklärten Gründen, auf einen im Gleis 61 abgestellten Güterwagen. Dabei kam er der 15.000 Volt führenden Oberleitung offensichtlich zu nahe und bekam einen Stromschlag.

Per Rettungshubschrauber wurde der 23-Jährige, der durch den Vorfall großflächige Verbrennungen erlitten hatte, in die Unfall-Klinik Ludwigshafen verbracht. Zuvor wurde der Verunfallte durch einen Notarzt und die Berufsfeuerwehr Gießen versorgt.

Ein Zeuge hatte den Notruf abgesetzt. Die betroffenen Gleise waren für knapp eine Stunde gesperrt. Die Bundespolizeiinspektion Kassel ermittelt nunmehr hinsichtlich der Hintergründe und Ursachen des Unglücksfalles.

Wichtiger Hinweis der Bundespolizei: Der Zutritt zum Gleisbereich ist außerhalb der zugelassenen Wege, u.a. Bahnsteig und Bahnhof, absolut verboten! Es ist immer zu beachten, dass der Strom heimtückisch ist! Strom ist nicht sichtbar, nicht hörbar und auch nicht zu riechen. Strom kann lebensgefährlich sein! Schon ein zu geringer Mindestabstand reicht aus, um einen Stromschlag zu erleiden. Die Bahn-Oberleitungen haben eine Spannung von 15.000 Volt, das sind 65-mal mehr als in der Steckdose zu Hause. Diese Kombination ist in der Lage, die Luft zu überspringen und auf einem Lichtbogen über den Körper zur Erde zu gelangen. Der menschliche Körper, der zu zwei Dritteln aus Wasser besteht, ist in diesem Moment der „leitende Gegenstand“. Starke bis tödliche Verbrennungen sind die Folge.


red, Titelfoto: Bundespolizei

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