Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr: Jugendliche stellen Hocker ins Gütergleis

Die Bundespolizei hat zwei Jugendliche ermittelt, die am Samstagabend (13. April) einen Hocker ins Gleis gestellt hatten. Das Hindernis wurde von einem Güterzug überfahren.


Laut Mitteilung der Bundespolizei stellten am Samstag gegen 19:30 Uhr zwei Jugendliche im Alter von 17 bzw. 18 Jahren im Bereich der Güterbahnstrecke Olching – Rangierbahnhof München Nord einen Hocker ins Gleis. Der Lokführer eines Güterzuges erkannte das Hindernis und leitete eine Schnellbremsung ein. Das Überfahren des Möbelstücks konnte jedoch nicht mehr verhindert werden. Der Hocker verkeilte sich unter dem Zug bzw. verfing sich im Schneeräumer der Lokomotive. Der Lokführer räumte die Überreste des Hockers anschließend aus dem Gleis, legte sie am Bahndamm ab und setzte seine Fahrt anschließend fort. Zu möglichen Schäden liegen noch keine Angaben vor.

Kurze Zeit später stellte der Lokführer eines anderen Zuges, der in Gegenrichtung unterwegs war, an selbigem Bahnkilometer zwei dunkel gekleidete Personen fest, die sich unmittelbar neben dem Gleis aufhielten. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Personen wieder Gegenstände in den Gleisbereich stellen oder legen würden, wurde umgehend eine Streckensperrung im besagten Abschnitt veranlasst. Die eingesetzten Streifen der Bundespolizei München stellten im Rahmen der Absuche eine tatverdächtige Person. Eine Absuche mittels Helikopter nach weiteren Personen oder Gegenständen im Gleisbereich verlief negativ. Nach rund einer Stunde konnte der gesperrte Streckenabschnitt wieder freigegeben werden. Den eingesetzten Kräfte vor Ort gelang es auch die Identität des zweiten Tatverdächtigen zu ermitteln.


red/BPol, Titelfoto: Bundespolizei

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