Zug kollidiert mit Sofa – Polizeiliche Ermittlungen nach Hindernisbereitung

Am Donnerstagabend (18. April) kam es nach Angaben der Bundespolizei im Cloppenburger Stadtgebiet zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Bislang Unbekannte hatten ein Sofa in den Gleisbereich gelegt. Ein Zug der NordWestBahn stieß mit dem Hindernis zusammen.


Gegen 18:45 Uhr kollidierte ein Zug der NordWestBahn (NWB) auf dem Weg von Osnabrück nach Oldenburg mit einem im Gleis liegenden Sofa. Der Triebfahrzeugführer leitete bei Erkennen der Gefahr umgehend eine Schnellbremsung ein, konnte die Kollision mit dem Hindernis aber nicht mehr verhindern. Der Zug war mit rund 40 Personen besetzt. Verletzt wurde nach Polizeiangaben offenbar niemand.

Der Lokführer entfernte anschließend das Sofa aus dem Gefahrenbereich und setzte seine Fahrt fort. Aufgrund des Vorfalls verspätete sich der betroffene Zug (NWB 82395) um rund vier Minuten.

Nach derzeitigem Kenntnisstand kam es zu keinen größeren Beschädigungen am Zug. Lediglich im Frontbereich konnten Spuren des Sofas festgestellt werden. Der Zug werde aber noch durch entsprechendes Fachpersonal genauer untersucht.

In der Nähe des Ereignisortes, im Bereich einer dortigen Bahnüberführung, halten sich offensichtlich öfters Personen auf. Die Beamten konnten u.a. Müll und Trampelpfade in und an den Bahnanlagen feststellen.

Die Bundespolizei hat strafrechtliche Ermittlungen wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Sachdienliche Hinweise werden von der Bundespolizei in Oldenburg unter der Telefon-Nr. 0441/218380 erbeten.


red, Titelfoto: TiM Caspary / Pixelio

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