Traktorfahrer beschädigt Schienen bei Abkürzung über Bahnstrecke

Am Dienstag (23. April) kam es auf der Bahnstrecke zwischen Neumünster und Heide zu einem nicht alltäglichen Einsatz für die Bundespolizei. Ein Traktorfahrer hatte im Bereich Wasbek eine Abkürzung über die Gleise genommen und dabei den Schienenweg beschädigt.


Bahnmitarbeiter entdeckten am Dienstagmorgen auf der Bahnstrecke zwischen Neumünster und Hohenwestedt Beschädigungen an der Gleisinfrastruktur. Der Zugverkehr auf der eingleisigen Bahnstrecke wurde sofort eingestellt. Der Streckenabschnitt war am Osterwochenende aufgrund von Bauarbeiten vorübergehend gesperrt gewesen.

Bahnunfallermittler der Bundespolizei konnten vor Ort ermitteln, dass ein Traktorgespann offensichtlich außerhalb eines Bahnübergangs im Bereich Wasbek über die Gleise gefahren war. Dabei hatte sich eine Stütze am Anhänger (Grasroller) mit der Schiene verhakt und den gesamten Schienenstrang verschoben.

Die Suche nach dem Unfallverursacher gestaltete sich nach Polizeiangaben zunächst schwierig. Im Rahmen der Ermittlungen konnte der Pächter des angrenzenden Feldes ermittelt und schließlich ein 22-Jähriger als Tatverdächtiger verifiziert werden. Der Vorfall hatte sich am Sonntagabend gegen 18 Uhr ereignet.

Bahntechniker begutachteten den Schaden am Gleis. Aufgrund des Beschädigung wurde der Einsatz einer Gleisstopfmaschine veranlasst.

Auf den jungen Traktorfahrer kommt nun ein Strafverfahren wegen Gefährlichem Eingriffs in den Bahnverkehr zu. Auch dürften die Kosten für die Wiederherstellung des Gleisbettes und möglicher Zugausfälle zivilrechtlich im Raum stehen.


red, Titelfoto: Bundespolizei

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