Staszek: „Europa braucht einen funktionierenden Schienengüterverkehr“

Der Ausbau des europäischen Netzwerks ist nach Aussage von  Marek Staszek für DB Cargo in hohem Maße entscheidend, um mehr Wachstum im Schienengüterverkehr zu erreichen. Aktuell gebe es noch einige Hürden, die es erschweren, dass Güterzüge wie Lkw ohne technische Barrieren durch die unterschiedlichsten europäischen Länder fahren können.


Marek Staszek, Vorstand Produktion der DB Cargo AG:

„Europa braucht einen funktionierenden Schienengüterverkehr, denn er ist der grünste Verkehrsträger. Angesichts wachsender Verkehrsvolumen bietet er eine Lösung an, um die Umwelt zu schützen. Und ohne Europa kann der Schienengüterverkehr nicht wirtschaftlich sein. Wir fahren 60 Prozent unserer Verkehre über mindestens eine Landesgrenze, denn unsere Kunden sind international unterwegs. Das heißt, der weitere Ausbau unseres europäischen Netzwerkes für eine bessere Qualität und mehr Service ist maßgeblich für unser Wachstum. Und: Je länger die Strecke und die Auslastung der Züge sind, umso wirtschaftlicher sind unsere Transporte. Das macht Europa für uns auch so interessant. Dennoch gibt es noch eine Menge zu tun, um tatsächlich wie der Lkw grenzenlos und ohne technische Barrieren von einem ins andere europäische Land zu fahren.

Im Einzelwagenverkehr sind wir mit Xrail – einem Verbund von mehreren europäischen Güterbahnen – dabei, ein kapazitätsgesteuertes Netzwerk einzuführen. Das heißt, alle Sendungen bekommen einen Transportplan, nach dem gesteuert wird. Mit der Einführung des Buchungssystems können wir erstmals Sendungen grenzüberschreitend einheitlich und nach Transportplan steuern. Dass wir in diesem Bereich im europäischen Schulterschluss funktionieren und zusammenarbeiten müssen, sehen auch unsere Kooperationspartner. Auf der einen Seite sind wir natürlich Wettbewerber, hier aber auch Partner.“

Quelle: Deutsche Bahn


red

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