Hindernisse bremsen Züge aus, Ermittlungen wegen Steinewerfer und weitere Polizeimeldungen

Aktuelle Polizeimeldungen in der Übersicht +++ Regionalzug überfährt im Gleis liegenden Einkaufswagen +++ Hindernis zwingt Lokführer zur Schnellbremsung +++ Flixtrain erfasst im Gleis liegendes Fahrrad +++ Zug mit Schottersteinen beworfen +++ Metronom-Zug mit Stein beworfen +++ Zug kollidiert mit Kuh +++ Lkw touchiert Eisenbahnbrücke +++ Kinder nutzen Bahngleis als Spielplatz +++ Dänische Frauen fotografieren Vegetation in den Gleisen +++ Bundespolizisten retten Entenfamilie aus Gleisbereich +++ Versuchter Automatenaufbruch mit Abschleppseil +++ Bundespolizei löst illegale Party im Bahngebäude auf +++ Männer stoppen Intercity +++


+++ Birkenau/Kreis Bergstraße: Regionalzug überfährt im Gleis liegenden Einkaufswagen +++

Unbekannte Täter haben auf der Bahnstrecke zwischen Birkenau und Birkenau-Reisen einen Einkaufswagen auf die Gleise gelegt.  Eine Regionalbahn, die den Bereich am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr befuhr, konnte trotz Schnellbremsung eine Kollision mit dem Hindernis nicht mehr verhindern. Da sich der Einkaufswagen unter dem Zug verkeilte, musste er durch die ortsansässige Feuerwehr herausgeschnitten werden. Im Zug wurde niemand verletzt. Die Bahnstrecke wurde von Birkenau nach Fürth (Odenwald) komplett gesperrt. Eine Absuche des Streckenbereiches durch eine Streife der Bundespolizei brachte keine Hinweise auf die Täter. Die Schadenshöhe steht laut Polizeiangaben noch nicht fest.

Die Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main ermittelt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und sucht Zeugen. Wer an der Bahnstrecke Beobachtungen gemacht hat, die in Verbindung mit dem Vorfall stehen könnten, wird gebeten sich unter der Telefonnummer 069/130145 1103 bei der Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main zu melden.


+++ Rommelshausen: Hindernis zwingt Lokführer zur Schnellbremsung +++

Ein bislang unbekannter Täter hat am Sonntagvormittag (5. Mai) im Zeitraum zwischen 09.10 und 10.00 Uhr einen Absperrbalken einer benachbarten Baustelle auf das Gleis am S-Bahn-Haltepunkt in Rommelshausen gelegt. Der Lokführer einer einfahrenden S-Bahn der Linie S2 nach Schorndorf bemerkte den Gegenstand im Gleisbett und leitete eine Schnellbremsung ein. Nach jetzigem Stand wurde keiner Reisenden im Zug verletzt, auch die S-Bahn blieb ohne Schäden. Die Bundespolizei hat nun die Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang nach Zeugen. Sachdienliche Hinweise zum Vorfall werden unter der Telefonnummer 0711870350 entgegengenommen.


+++ Flixtrain erfasst im Gleis liegendes Fahrrad +++

Am vergangenen Freitag (3. Mai) sorgten bislang unbekannte Personen für erhebliche Zugverspätungen. Zwischen den Haltepunkten Kirchheim/Rohrbach und St. Ilgen/Sandhausen legten sie ein Fahrrad auf die Gleise. Ein durchfahrender Flixtrain erfasste dieses. Durch den Zusammenprall wurde das Fahrrad in die angrenzende Schallschutzwand geschleudert. Der Flixtrain hat hierbei den geringeren Schaden genommen. Lediglich einige Kratzer am Schneeräumer des Zuges hinderten ihn nicht an der Weiterfahrt. Um den Sachverhalt jedoch aufnehmen zu können, mussten die Gleise in der Zeit von 15:49 bis 16:22 Uhr teilweise gesperrt werden. Mehrere Züge erhielten hierdurch eine Verspätung von insgesamt 208 Minuten, außerdem kam es zu Umleitungen und Teilausfällen.

Bei diesem Sachverhalt handelt es sich um einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr und damit um eine Straftat. Die Bundespolizei Karlsruhe hat die Ermittlungen hierzu aufgenommen. Die Bundespolizei bittet darum, Hinweise die in diesem Zusammenhang möglicherweise gemacht wurden, unter 0721 12016 0 mitzuteilen.


+++ Siglingen: Zug mit Schottersteinen beworfen +++

Bislang unbekannte Täter haben am Freitagabend (3. Mai) gegen 20.10 Uhr im Bahnhof Siglingen einen durchfahrenden Regionalexpress mit Schottersteinen beworfen. Hierbei traf ein Stein den von Heilbronn nach Würzburg fahrenden Zug unterhalb eines Fensters, wodurch es zu Lackschäden kam. Reisende bemerkten den Vorfall und wählten den Polizeinotruf. Bei den mutmaßlichen Tätern soll es sich um drei Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren handeln. Einer von Ihnen trug offenbar einen grauen Kapuzenpullover. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist derzeit noch nicht bekannt. Das Bundespolizeirevier Heilbronn hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Sachbeschädigung aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang nach weiteren Zeugen. Sachdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer 071318882600 entgegengenommen.


+++ Lüneburg: Metronom-Zug mit Stein beworfen +++

Unbekannte Täter haben am Freitag (3. Mai) einen Metronom-Zug kurz nach der Abfahrt in Lüneburg in Höhe der Elsterallee mit einem Stein beworfen. Eine Türscheibe splitterte, wurde aber nicht durchschlagen. Ein Fahrgast bemerkte den lauten Einschlag und informierte das Zugpersonal. Der gefährliche Eingriff in den Bahnverkehr ereignete sich um 13:54 Uhr. ME 82123 war auf der Fahrt von Lüneburg nach Uelzen. Die Bundespolizeiinspektion Bremen bittet um Zeugenhinweise: Telefon 0421 / 162 995.


+++ Witzwort: Zug kollidiert mit Kuh +++

Am vergangenen Freitagabend wurde die Bundespolizei zu einem Einsatz auf der Bahnstrecke Husum nach St. Peter Ording gerufen.  Die eingesetzte Streife der Bundespolizei konnte im Bereich Witzwort feststellen, dass es zur Kollision eines Regionalzuges mit einer Kuh gekommen war. Der Triebfahrzeugführer hatte das Tier im Schilf am Bahngleis gesichtet, einen Achtungspfiff abgegeben und sofort eine Schnellbremsung eingeleitet. Die Kuh lief auf die Gleise und verendete bei dem Zusammenprall. Die 28 Reisenden im Zug blieben unverletzt und wurden aus dem Zug evakuiert. Die Bahnstrecke war von 20.45 bis 22.15 Uhr gesperrt. Fünf Züge waren von den Einsatzmaßnahmen und der Sperrung betroffen. Der 25-jährige Tierhalter muss mit einem Strafverfahren wegen gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr rechnen.


+++ Altholzkrug: Lkw touchiert Eisenbahnbrücke +++

Am Montagabend (6. Mai) wurde die Bundespolizei über einen Brückenanfahrschaden im Bereich Jarplund-Weding/Altholzkrug informiert. Die eingesetzte Streife konnte feststellen, dass ein 44-jähriger Lkw-Fahrer den Ladekran nicht richtig eingefahren hatte und gegen die Eisenbahnbrücke gefahren war. Der 44-jährige Lkw-Fahrer hatte selbst die Bundespolizei verständigt. Die Bahnstrecke wurde gegen 18.15 Uhr gesperrt. Techniker der Deutschen Bahn untersuchten den Schaden, stellten aber keine gravierenden Beschädigungen fest.

© Bundespolizei

Der Lkw hatte lediglich die Regenrohrleitung beschädigt. Die Streckensperrung konnte gegen 19.20 Uhr wieder aufgehoben werden. Fünf Züge waren von dem Ereignis betroffen und erhielten Verspätungen.


+++ Tangermünde: Kinder nutzen Bahngleis als Spielplatz +++

Am Sonntagnachmittag (5. Mai) stellte eine Streife der Bundespolizei in Tangermünde auf der Bahnstrecke Stendal – Tangermünde zwei Jungen im Alter von zehn und elf fest, die sich im Gleisbereich aufhielten. Sofort wurden die Kinder aufgefordert, den Gefahrenbereich zu verlassen. Auf ihr gefährliches Handeln angesprochen, gaben sie erschrocken an, sich nichts dabei gedacht zu haben. Nach eindringlichen Belehrungen wurden die Kinder den Erziehungsberechtigten übergeben.


+++ Husum: Dänische Frauen fotografieren Vegetation in den Gleisen +++

Am Samstagvormittag (4. Mai) staunten Bundespolizisten bei der Bestreifung der Bahngleise im Bereich Husum nicht schlecht. Zwei Frauen hielten sich in den Gleisen der Abstellgruppe auf und fotografierten. Die Bundespolizisten stellten die Frauen, zwei Däninnen im Alter von 48 und 53 Jahren, zur Rede. Sie gaben an, Fotos von der Vegetation gemacht zu haben. Die Beamten wiesen sie auf ihr Fehlverhalten beim Aufenthalt im Gleisbereich hin. Die Frauen zeigten sich einsichtig und kamen mit einer mündlichen Verwarnung und einem Platzverweis davon.


+++ Tonndorf: Bundespolizisten retten Entenfamilie aus Gleisbereich +++

Bundespolizisten haben am 2. Mai eine Entenfamilie im Bahnhof Tonndorf aus dem Gleisbereich gerettet. Ein Reisender hatte zuvor die Entenmutter mit ihren vier Küken am Bahnsteig gesehen und die Bundespolizei verständigt. Bei Eintreffen der Beamten liefen die Enten entlang der Gleise. Da sich in diesem Bereich Schallschutzwände befinden, konnten sie den Gleisbereich nicht verlassen. Die Bundespolizisten veranlassten eine kurzfristige Streckensperrung. Anschließend konnten sie die Enten einfangen. Kurz darauf wurden sie auf einer Grünfläche wieder in die Freiheit entlassen.

© Bundespolizei

+++ Jübek: Versuchter Automatenaufbruch mit Abschleppseil +++

Am Dienstagmorgen (7. Mai) gegen 06.45 Uhr wurde die Bundespolizei zu einem Einsatz am Bahnhof Jübek (Kreis Schleswig-Flensburg) auf der Bahnstrecke Flensburg – Neumünster gerufen. Unbekannte Täter hatten versucht den Fahrausweisautomaten der Deutschen Bahn gewaltsam zu öffnen. Als die Streife der Bundespolizei den Tatort erreichte, stellten die Beamten fest, dass versucht wurde den Automaten mithilfe eines Abschleppseils gewaltsam zu öffnen, um an das darin befindliche Geld zu kommen. Eine Nahbereichsfahndung der Beamten blieb erfolglos. Kriminaltechniker der Bundespolizei sicherten Spuren am Tatort.

© Bundespolizei

Die Bundespolizei sucht nun Zeugen, die zwischen Montagabend 22 Uhr und Dienstagmorgen 6.30 Uhr verdächtige Personen am Bahnhof Jübek gesehen haben. Möglicherweise wurde ein Fahrzeug verwendet, mit dem man das Seil ziehen wollte, um den Automaten zu öffnen. Sachdienliche Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Flensburg unter 0461/3132-0 entgegen.


+++ Halle (Saale): Bundespolizei löst illegale Party im Bahngebäude auf +++

Am 5. Mai, gegen 13:25 Uhr, wurden die Beamten des Bundespolizeireviers Halle (Saale) über eine illegale Party von mehreren Personen informiert. Die Feier fand in einem am Wochenende verschlossenen Gebäude der Bahn auf der Berliner Straße unweit des DB-Museums statt. Bei Eintreffen der Beamten an dem Gebäude befanden sich geschätzte 100 junge Menschen darin und feierten. Den erforderlichen Strom für laute Musik, erzeugten sie mit einem mitgebrachten Aggregat. Bei Erkennen der Bundespolizisten sowie unterstützend Landespolizisten, entfernten sich die ersten Besucher der Feier unerkannt über das Dach. Insgesamt 63 Personen wurden beim Verlassen des Gebäudes überprüft. Nach Identitätsfeststellung und Tatvorwurf wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs und der Ordnungswidrigkeit Betreten von Bahnanlagen wurden die Personen mit Hinweis auf das einzuleitende Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren aus den Maßnahmen vor Ort entlassen. Hintergründe des Zusammentreffens sind derzeit nicht bekannt.


+++ Frohnhausen: Männer stoppen Intercity +++

Auf kuriose und verbotene Weise stoppten zwei algerische Asylbewerber in der Nacht zum Montag (6. Mai) gegen 2 Uhr im Bahnhof Frohnhausen einen durchfahrenden Intercity. Mit wilden, winkenden Gesten machten sie am Bahnsteig auf sich aufmerksam. Der Lokführer einer Leerfahrt stoppte daraufhin seinen Zug. Die beiden 26 und 18 Jahre alten Asylbewerber wollten einsteigen und mit zurück nach Gießen fahren. Sie waren auf der Rückfahrt von Frankfurt am Main und hatten den Ausstieg in der Universitätsstadt verschlafen. Der Lokführer verweigerte allerdings die Mitfahrt und informierte stattdessen die Bundespolizei.

Beamte vom Bundespolizeirevier Gießen trafen die beiden Algerier kurz darauf an der Straße zwischen Frohnhausen und Friedelhausen an. Auf Vorhalt haben beide die Tat eingeräumt. Nach der Personalienfeststellung und der Belehrung über ihr Fehlverhalten, kamen die Männer wieder frei. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat gegen die Asylbewerber jeweils ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.


red, Titelfoto: Bundespolizei (Symbolbild / Archivfoto)

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