Bundespolizei ermittelt nach vermeintlichem Steinwurf und findet andere Ursachen

Ein vermeintlicher Steinwurf auf einen Regionalzug, der am Donnerstag der Bundespolizei gemeldet wurde, stellte sich nach ersten Ermittlungen als Materialermüdung heraus.


Immer wieder werden Würfe von Steinen oder anderen Gegenständen gegen Züge gemeldet. Die Bundespolizei leitet in derartigen Fällen strafrechtliche Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. So auch am vergangenen Donnerstag (16. Mai), als zunächst angenommen wurde, dass RB 27023 gegen 09:30 Uhr auf der Bahnstrecke zwischen München-Riem und Feldkirchen von einem Gegenstand getroffen wurde. Der Zug befand sich auf der Fahrt von München nach Mühldorf, als eine Seitenscheibe kaputt ging.

© Bundespolizei

Da der Bundespolizei ein möglicher Steinwurf gegen den Zug, eventuell sogar ein Beschuss gemeldet wurde, wurde die Regionalbahn in Markt Schwaben durch Bundespolizisten begutachtet. Anschließend konnte der Zug seine Fahrt zunächst fortsetzen. Polizeieinsatzkräfte begaben sich, mit Unterstützung eines Helikopters der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim, auf die Suche nach möglichen „Tätern“. Nach der Ankunft der Regionalbahn in Mühldorf wurde durch die Bundespolizei eine Schadensaufnahme am Zug durchgeführt. Dabei wurde ein Riss an einer Seitenscheibe im oberen Bereich eines Doppelstockwagens festgestellt.

Weitere Aufklärungen im Streckenbereich erbrachten zwischenzeitlich den Hinweis auf Mäharbeiten im besagten Streckenabschnitt, bei denen eventuell ein Stein aufgewirbelt und gegen den Zug geschleudert worden sein könnte. Nach Begutachtung des Risses durch Mitarbeiter der Deutschen Bahn stellte sich allerdings heraus, dass der entstandene Schaden wohl auf eine Materialermüdung zurückzuführen sei. Eine Fremdeinwirkung könne demnach ausgeschlossen werden, teilte die Bundespolizei mit.


red, Titelfoto: Bahnblogstelle (Symbolbild)

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