S-Bahn Nürnberg: Freistaat Bayern übernimmt Kosten für Interimslösung Richtung Erlangen

Für die geplante Interimslösung im Nürnberger S-Bahn-Netz zwischen Fürth und Erlangen haben der Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn einen Finanzierungsvertrag abgeschlossen. Das Land übernimmt die Kosten in Höhe von rund 20 Millionen Euro.


Mit der jetzigen Vereinbarung zwischen dem Freistaat Bayern und der Deutschen Bahn seien die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, um den Einbau von sieben Weichen und zusätzlichen Signalen im Bereich Fürth-Unterfarrnbach zu ermöglichen. Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann können künftig „auf der Strecke Fürth – Erlangen drei S-Bahnen pro Stunde und Richtung verkehren“. Herrmann hatte sich bereits in seiner Zeit als Verkehrsminister mehrfach für die notwendige Interimslösung eingesetzt, weil sich der S-Bahn Ausbau in diesem Abschnitt erheblich verzögert.

Bislang erlaubt die bestehende Infrastruktur nur zwei S-Bahnen pro Stunde und Richtung. Durch die zusätzlichen Maßnahmen wolle der Freistaat vor allem den zahlreichen Pendlern zwischen Nürnberg und Erlangen ein deutlich verbessertes S-Bahn-Angebot zur Verfügung stellen. Die Deutsche Bahn will die Baumaßnahmen, die den bereits fertiggestellten Fürther Bogen an die Bestandstrasse anbinden, bis Dezember 2022 abgeschlossen haben.

Der Streckenabschnitt Nürnberg – Erlangen besitzt das höchste Fahrgastaufkommen im gesamten Nürnberger S-Bahn-Netz. Da der vorgesehene Verschwenk der S-Bahn-Gleise bei Fürth aufgrund fehlenden Baurechts bislang nicht realisiert werden konnte, hat der Freistaat Bayern diese Sofortmaßnahme initiiert, um Abhilfe zu schaffen. Für die Fahrgäste auf der S-Bahn-Strecke zwischen Nürnberg und Erlangen gehe damit eine deutliche Verbesserung einher.

Nach Angaben des bayerischen Verkehrsministers Hans Reichhart fördert das Land die Baumaßnahmen mit rund 20 Millionen Euro und damit in voller Höhe. „So können wir bereits vor einem endgültigen Streckenausbau eine S-Bahn mehr pro Stunde fahren lassen.“


red, Titelfoto: Bahnblogstelle

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