Bahn für Europa – ICE in Brüssel auf den Namen ‚Europa/Europe‘ getauft

Kurz vor der Europawahl wurde am Mittwoch im Bahnhof Brüssel-Süd (Bruxelles-Midi/Brussel-Zuid) ein ICE der Deutschen Bahn auf den Namen ‚Europa/Europe‘ getauft.


In Brüssel wurde am Mittwoch ein ICE 3 der Baureihe 406 auf den Namen ‚Europa/Europe‘ getauft. Neben Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn, nahmen auch Maroš Šefčovič, Vize-Präsident der Europäischen Kommission, François Bellot, belgischer Minister der Mobilität, Sophie Dutordoir, Vorsitzende des Vorstands der Belgischen Eisenbahnen (SNCB) und Volker Timmermann, Geschäftsträger der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland beim Königreich Belgien, an der Zugtaufe teil.

Der Taufname ist am ersten und letzten Wagen auf beiden Seiten des Zuges angebracht. Der ‚Europa‘-ICE wird auf der Verbindung Frankfurt/Main–Köln–Brüssel eingesetzt.

© Deutsche Bahn / Oliver Lang

Erst im April hat die DB ihr tägliches Angebot zwischen Frankfurt/Main und Brüssel wochentags um eine zusätzliche Verbindung zur Mittagszeit erweitert und damit einen durchgängigen Zweistundentakt zwischen beiden Städten geschaffen. Die ICE-Züge fahren jetzt bis zu sieben Mal pro Tag und Richtung.

Die Bahnen seien Botschafter der europäischen Idee, sagte Bahnchef Richard Lutz anlässlich des Events und ergänzte: „Mobilität und Logistik sind die Lebensadern unserer Gesellschaft.“

„Immer mehr Bürger wollen in Europa pünktlich, verlässlich und umweltfreundlich reisen. Der neue ‚Europa-Zug‘ zwischen Brüssel und Frankfurt begegnet diesem Wunsch. Denn Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen unseren großen Städten über die Landesgrenzen hinweg entsprechen unserer europäischen Vision eines einheitlichen europäischen Eisenbahnraumes und sauberer Mobilität“, sagte der Vize-Präsident der Europäischen Kommission, Maroš Šefčovič.

© Deutsche Bahn / Oliver Lang

Minister François Bellot unterstrich, dass die Eisenbahn in Zeiten der Klima- und Mobilitätsherausforderungen eine effiziente Alternative darstelle, die ökologischer sei als viele andere Transportmittel.

Das erweiterte ICE-Angebot stärke die Position Brüssels als zentrale Drehscheibe des europäischen Schienennetzes, sagte SNCB-Chefin Sophie Dutordoir. „Die europäischen Eisenbahnen haben einen zentralen gesellschaftlichen Auftrag. Gerade in der derzeitigen Situation, die geprägt ist von Staus auf der Straße und dem Kampf gegen den Klimawandel, bietet die Schiene mehr denn je eine sichere, nachhaltige, komfortable und wettbewerbsfähige Mobilitätslösung. Sie ist eine echte Alternative zum Pkw und zu Kurzstreckenflügen.“

© Deutsche Bahn / Oliver Lang

Deutschland und Belgien seien engste Partner und als Gründungsmitglieder der Europäischen Union dem europäischen Gedanken in besonderer Weise verbunden, erklärte Volker Timmermann und ergänzte: „Wie wichtig wir füreinander sind, spiegelt sich auch im Ausbau des grenzüberschreitenden Hochgeschwindigkeitsverkehrs im Herzen Europas wider. Dass ein ICE mit dem Namen ‚Europa/Europe‘ Brüssel und Frankfurt ab heute verbindet, wenige Tage vor der Wahl zum Europäischen Parlament, ist ein Grund zur Freude!“


red, Titelfoto: Deutsche Bahn

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