Übungsszenario: Feuerwehr trainiert Gefahrguteinsatz an Kesselwagen

Am Mittwoch (22. Mai) trainierten Feuerwehrkräfte in Mülheim einen realitätsnahen Gefahrguteinsatz an einem Kesselwagen.


Wie die Feuerwehr Mülheim an der Ruhr mitteilt, hatten die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr am Mittwoch die Möglichkeit, einen Gefahrguteinsatz realitätsnah an einem Kesselwagen zu trainieren. Dabei wurde die Feuerwehr durch den Ausbildungszug Gefahrgut der Deutschen Bahn unterstützt.

Nach einer theoretischen und praktischen Unterweisung durch Personal der Deutschen Bahn ging es zum praktischen Teil. Dazu wurde ein Gefahrgutaustritt aus einem mit Leckagen präparierten Kesselwagen dargestellt. Nach ersten Erkundungen durch den Einsatzleiter stellte sich heraus, dass Salzsäure aus dem Leck austrat. Das Gefahrgut (Salzsäure) wurde mit Wasser dargestellt. Als erstes wurde das Leck von Einsatzkräften in Chemikalienschutzanzügen notdürftig abgedichtet. Der auslaufende Stoff wurde in Behältern aufgefangen. Aus diesen Behältern wurde der Gefahrstoff mit einer speziellen Säureumfüllpumpe zurück in den Kesselwagen gepumpt.

© Feuerwehr Mülheim an der Ruhr

Nach dem Einsatz der Trupps in Chemikalienschutzanzügen wurden die Einsatzkräfte dekontaminiert. Dies geschah mit einem Spezialcontainer, der mit Duschen ausgestattet ist. Im Ernstfall werden die kontaminierten Schutzanzüge einer Spezialreinigung zugeführt oder je nach Stoff entsorgt. Dadurch soll eine sogenannte Kontaminationsverschleppung verhindert werden.

Bei dieser Übung kam auch die Sondereinsatzgruppe Drohne, die sich aus Kräften der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr zusammen setzt, zum Einsatz.


red, Titelfoto: Feuerwehr Mülheim an der Ruhr

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