Schnellfahrstrecke Hannover–Göttingen wird ab Juni modernisiert

Für rund 175 Millionen Euro modernisiert die Deutsche Bahn in den kommenden Monaten die Schnellfahrstrecke zwischen Hannover und Göttingen. Reisende müssen im Zeitraum vom 11. Juni bis 14. Dezember mit längeren Fahrzeiten rechnen.


Nach fast 30 Jahren braucht die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg eine Frischekur. Den Auftakt der Sanierung macht ab Mitte Juni die Trasse zwischen Hannover und Göttingen. Auf dem 89 Kilometer langen Streckenabschnitt werden bis Dezember rund 142 Kilometer Gleise, 47 Weichen, 243.000 Schwellen und 405.000 Tonnen Schotter erneuert sowie neun Tunnel und acht Talbrücken saniert. Zudem modernisiert die DB die bestehenden Oberleitungsanlagen und bringt andere technische Anlagen auf den neuesten Stand. Die Modernisierung der weiteren Abschnitte Göttingen–Kassel, Kassel–Fulda und Fulda–Würzburg folgen in den Jahren 2021 bis 2023.

Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg wurde am 2. Juni 1991 eröffnet, der Baubeginn war am 10. August 1973. Die insgesamt 327 Kilometer lange Strecke führt durch die drei Bundesländer Niedersachsen, Hessen und Bayern. Auf der Strecke befinden sich 49 Brücken und 63 Tunnel. Zwischen Hannover und Würzburg verkehren nach DB-Angaben täglich rund 110 Fernverkehrszüge und durchschnittlich 26 Güterzüge. Die maximale Geschwindigkeit beträgt für den Personenverkehr 280 km/h.

© Deutsche Bahn

Für die geplanten Arbeiten wird die Strecke zwischen Hannover und Göttingen komplett gesperrt. Die Fernverkehrszüge werden über die Leinetal-Strecke umgeleitet. Dadurch ergeben sich Fahrzeitverlängerungen von 30 bis 45 Minuten. Auch im Nahverkehr müssen Reisende mit Fahrzeitverlängerungen und Zugausfällen rechnen. Teilweise kommt ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zum Einsatz.


red, Titelfoto: Deutsche Bahn

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