Steine und Holzpfähle auf Bahngleise gelegt – Intercity muss Schnellbremsung einleiten

Die Bundespolizei hat Ermittlungen nach einem Gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr auf der Bahnstrecke zwischen Osnabrück und Bremen eingeleitet. Unbekannte haben im Bereich der Gemeinde Belm Steine und Holzpfähle auf die Bahngleise gelegt. Ein Intercity musste eine Schnellbremsung einleiten.


Der Triebfahrzeugführer eines Güterzuges hatte der Bundespolizei in Osnabrück am Mittwochnachmittag (22. Mai) zunächst gemeldet, dass sein Zug bei der Durchfahrt der Gemeinde Belm gegen 16:50 Uhr möglicherweise mit Steinen beworfen wurde. Bei der Überprüfung des Ereignisortes in Höhe der Haster Straße durch eine Polizeistreife, wurden auf beiden Richtungsgleisen mehrere aufgelegte Schottersteine und Holzpfähle mit einem Durchmesser von rund 4 x 6 cm festgestellt. Einige waren bereits überfahren, andere lagen noch auf den Gleisen.

© Bundespolizei

Ein herannahender Intercity konnte gerade noch von den Bundespolizisten durch optische Lichtzeichen auf die Gefahrenstelle aufmerksam gemacht werden. Nur dadurch kam der Zug gerade noch rechtzeitig vor den aufgelegten Gegenständen zum Stillstand. Durch die Schnellbremsung kam es laut Polizeiangaben zu keinen Personen- oder Sachschäden.

Die Bundespolizei hat strafrechtliche Ermittlungen wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Sachdienliche Hinweise an die Bundespolizei in Osnabrück unter 0541 331280.

Die Bundespolizei warnt: Kommt es durch das Betreten oder das Bereiten von Hindernissen im Bereich der Bahnanlagen zu einer Beeinträchtigung des Zugverkehrs, können neben strafrechtlichen Konsequenzen auch zivilrechtliche Forderungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen auf die Verursacher zukommen. Solche Ansprüche können im Einzelfall noch bis zu 30 Jahren nach der Tat geltend gemacht werden. Neben der erheblichen Eigengefährdung bei unerlaubten Gleisüberschreitungen können überfahrene Gegenstände weggeschleudert und somit zu regelrechten Geschossen werden. Herannahende Züge sind sehr leise und werden nur sehr spät wahrgenommen. Weiterhin ist der Bremsweg eines fahrenden Zuges erheblich länger als der eines Straßenfahrzeugs.


red, Titelfoto: Bundespolizei

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