150 Bahnhöfe im Land Brandenburg werden modernisiert und ausgebaut

Das Land Brandenburg und die Deutsche Bahn haben eine Rahmenvereinbarung über die Modernisierung und den Ausbau von 150 Bahnhöfen geschlossen.


Neue barrierefreie Zugänge, verbesserte Informationsangebote, mehr Sitzplätze an den Stationen und längere Bahnsteige gehören zu den Vorhaben, die in den kommenden Jahren an 150 Bahnhöfen in allen Teilen des Landes Brandenburg umgesetzt werden. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat dazu am vergangenen Donnerstag (23. Mai) mit der DB Station & Service AG eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen. Darin werden die Grundlagen für die Finanzierung der Projekte durch das Land geregelt und damit die Umsetzung wesentlich vereinfacht und beschleunigt. Bislang wurde für jedes Vorhaben eine Einzelvereinbarung ausgehandelt. Der Vertrag hat ein Volumen von 170 Millionen Euro für die nächsten 10 Jahre. Damit wird für alle Beteiligten Planungssicherheit geschaffen und das Investitionsvolumen für die Bahnhöfe im Land  Brandenburg erheblich gesteigert. An den Kosten für die geplanten Projekte beteiligt sich die DB Station & Service AG mit 102 Millionen Euro, das Land trägt etwa 68 Millionen Euro.

„Unsere Offensive für mehr Züge und bessere Infrastruktur bekommt ein drittes Standbein – mehr und sichere Investitionen in unsere Bahnhöfe. Wir werden die Attraktivität des Bahnverkehrs damit weiter erhöhen“, sagte Verkehrsministerin Kathrin Schneider.

„Bahnhofsmodernisierung ist Gemeinschaftsaufgabe“, sagte Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn und ergänzt: „Mit dieser Rahmenvereinbarung legen wir konkrete Schritte fest, wie wir gemeinsam die Schieneninfrastruktur in Brandenburg voranbringen. Ich bin sicher, dass gerade in Ballungsgebieten und im Umland die umweltfreundliche Schiene mehr und mehr das Verkehrsmittel der ersten Wahl sein wird. Zukünftig profitieren über 380.000 Reisende, vor allem Pendler, täglich von einer Vielzahl großer und kleiner Verbesserungen an jeder zweiten Station im Land. Denn wenn die Basisqualität stimmt, fahren die Menschen auch mit der Bahn“.

Insgesamt 150 Bahnhöfe stehen auf der Liste, an denen in den kommenden Jahren Verbesserungen vorgesehen sind.  Beispielsweise in Eisenhüttenstadt. Um die Züge barrierefrei erreichen zu können, werden Aufzüge eingebaut und ein Blindenleitsystem eingerichtet. Voraussetzung ist der Neubau eines Mittelbahnsteigs. Die vorhandenen Bahnsteige werden auf 220 Meter erneuert,  um zukünftig auch längere Züge halten lassen zu können. Der Bahnhof wird darüber hinaus mit neuer Beleuchtung und Anzeigetafeln ausgestattet. Geplant ist der Neubau eines Tunnels mit Anbindung an den P+R Parkplatz.

Um zukünftig auch die RB 22 zum Flughafen BER halten lassen zu können, wird der Bahnhof Potsdam-Pirschheide modernisiert. Es werden Aufzüge und Treppen eingebaut, über die die oberen Außenbahnsteige erreichbar sein werden. Diese werden ebenfalls neu errichtet und mit einem Wetterschutz und neuer Beleuchtung ausgestattet.

In Falkenberg (Elster) werden die Bahnsteige des unteren Bahnhofs erneuert. Nach Einbau eines Aufzuges und der Einrichtung eines Blindenleitsystems wird auch dieser Bahnhof barrierefrei erreichbar sein. Fahrgastinformationssysteme werden unter anderem in Golm, Dallgow-Döberitz, Prenzlau und Löwenberg installiert.


red/DB, Titelfoto: Fotolia / Petair

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