Verbandsgemeinderat Sankt Goar-Oberwesel strebt Klage gegen Deutsche Bahn an

Laut einem Medienbericht ist der Verbandsgemeinderat Sankt Goar-Oberwesel der Auffassung, dass die linksrheinische Bahnstrecke zwischen Mainz und Koblenz bis heute keine gültige Baugenehmigung hat und deshalb als Schwarzbau einzustufen sei. Der Rat beabsichtige daher gegen die Deutsche Bahn als Betreiber der Strecke zu klagen. 


Die beabsichtigte Klage, so berichtet der Südwestrundfunk (SWR), fußt darauf, dass die Bahnstrecke zwischen Mainz und Koblenz in den 1850er Jahren gebaut wurde – damals noch für ein paar wenige Dampflokomotiven. Heute seien dort im Mittelrheintal jedoch täglich mehr als 400 Züge unterwegs, ohne dass spätere Erweiterungsbauten wie etwa die Elektrifizierung der Strecke jemals von Behörden offiziell genehmigt worden seien, so Anwalt Clemens Antweiler dem Bericht zufolge.

Ziel der Klage sei es, dass die Deutsche Bahn als Betreiber der Strecke gezwungen werde, Lärmschutzwände zu bauen, Güterzüge nicht mehr nachts durchs Tal fahren zu lassen oder ein Tempolimit zu verhängen.

Deutsche Bahn widerspricht

Die Argumentation der Verbandsgemeinde entbehre jeglicher Grundlage, wird der DB-Konzern zitiert. Man zweifele nicht daran, dass vor fast 200 Jahren alle rechtlichen Vorgaben für die Betriebserlaubnis erfüllt wurden, heißt es laut SWR-Informationen von Seiten der Deutschen Bahn.


red – aktualisiert, Titelfoto: Deutsche Bahn (Archiv)

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