Ermittlungen nach Stromabnehmer-Abriss bei ICE in Dortmund

Vor knapp zwei Wochen kam es bei der Einfahrt eines ICE in den Dortmunder Hauptbahnhof zu einem Vorfall, bei dem der Stromabnehmer des Zuges komplett abgerissen wurde. Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht die Bundespolizei mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer technischen Ursache aus. 


Am 6. Juni sorgte eine Oberleitungsstörung im Dortmunder Hauptbahnhof über Stunden für zahlreiche Verspätungen. Bei der Einfahrt von ICE 1113 in den Bahnhof war gegen 9 Uhr der hintere Stromabnehmer des Zuges komplett abgerissen und hatte sich in der Oberleitung verfangen. Der Zug war auf dem Weg von Hamburg nach München. Die rund 450 Reisenden konnten den ICE über den vorderen Endwagen, der bereits am Bahnsteig zum Stehen gekommen war, verlassen. Verletzt wurde niemand. Die Bundespolizei hatte nach dem Vorfall die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Auf Nachfrage unserer Redaktion teilt die Deutsche Bahn mit, dass man sich nicht zu laufenden Ermittlungen äußern wolle. Von Seiten der Bundespolizei heißt es hingegen, dass der Vorfall mit hoher Wahrscheinlichkeit eine technische Ursache habe. Auch wenn die Untersuchungen am Stromabnehmer noch nicht entgültig abgeschlossen seien, könne man ein Fremdverschulden so gut wie ausschließen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei gegenüber Bahnblogstelle. Sowohl in der Oberleitung als auch in der näheren Umgebung habe man keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung entdecken können.


red, Titelfoto: Bundespolizei

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