Loks der Baureihe 245 sorgen erneut für Probleme

Die unter anderem auf der Marschbahn-Strecke zwischen Hamburg und Sylt eingesetzten 15 dieselelektrischen Lokomotiven der Baureihe 245 sorgen erneut für Probleme. Eine drohende Stilllegung der Fahrzeuge sei gerade noch abgewendet worden.


Einem Bericht des NDR zufolge kommt es auf der Marschbahn zwischen Hamburg und Sylt wiederholt zu Problemen mit den dort eingesetzten dieselelektrischen Lokomotiven. „Bei Routinewartungen an der Bombardier-Baureihe 245 haben sich für die DB Fragen zum Verschleiß verbauter Isolierungen im Maschinenraum der Lok ergeben“, wird Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis zitiert. Es ging um die Frage, ob die Isolierungen im Maschinenraum bei Wärme gesundheitsgefährdende Stoffe freisetzen. Hersteller Bombardier musste daher nachweisen, dass keine gefährlichen Stoffe verbaut sind. Entsprechende schriftliche Nachweise bekam das Unternehmen laut NDR-Bericht erst am Donnerstagabend. Die Deutsche Bahn hätte ansonsten deutschlandweit alle Loks diesen Typs erst einmal stillgelegt, heißt es.

Nach Angaben des Bahnsprechers bestünden die Isolierungen, laut den vorliegenden Untersuchungsergebnissen, „ausschließlich aus zugelassenen Materialien.“ Spekulationen um krebserregendes Asbest in den Isolierungen wies Meyer-Lovis laut dem Bericht zurück. Die Loks müssten nun im Rahmen ihrer regulären Wartungsintervalle in die Werkstatt. Eine Sonderwartung gebe es nicht.

Die Lokomotiven der Baureihe 245 waren bereits früher anfällig für verschiedene Probleme: So sorgten Komplikationen mit der Software, mit den Transformatoren und der Kühlung für Ärger. Dies führte in den vergangenen Jahren wiederholt zu Verspätungen und Zugausfällen auf der 240 Kilometer langen Strecke zwischen Hamburg-Altona und Westerland auf Sylt. Seit Oktober 2017 wurden die Loks daher generalüberholt.


red, Titelfoto: Bahnblogstelle / Jens Rohde

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