mofair diskutiert mit Brandenburgs Infrastrukturministerin drängende Fragen zum SPNV

Das Land Brandenburg hat den Vorsitz im Länderarbeitskreis Bahnpolitik inne. Aus diesem Grund trafen sich kürzlich mofair-Präsident Christian Schreyer und mofair-Geschäftsführer Matthias Stoffregen mit Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider um mit ihr über die „drängenden Fragen“ zum Schienenpersonennahverkehr zu sprechen.


Laut einer Mitteilung von mofair stand bei der Diskussion mit Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider insbesondere die Fortentwicklung des Marktmodells im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Mittelpunkt. Nach Einschätzung des Bündnisses, das sich für einen fairen Wettbewerb im Schienenpersonenverkehr einsetzt, müssten einerseits dazu die Eisenbahnverkehrsunternehmen wieder mehr Spielraum bei der Entwicklung von zukunftsfesten Angeboten erhalten. Die alleinige Konzentration auf den Zugkilometerpreis bei der Auswahl von Angeboten sei auf Dauer problematisch. Andererseits sollten Vertragsstrafen immer dort angesetzt werden, wo der Vertragspartner auch eine Chance habe, den schlechten Zustand zu beheben. „Wenn also Verkehrsunternehmen für Verspätungen belangt werden, die durch schadhafte Infrastruktur entstanden sind, ist das nicht fair. Die diesbezüglichen Ergebnisse des ‚Runden Tischs Baustellenmanagement‘ werden nach und nach in Ausschreibungen berücksichtigt“, teilt mofair mit.

Schreyer und Stoffregen warben ferner dafür, einen Teil der einbehaltenen Pönale auch für bisher nicht kalkulierte Personalthemen – Imagekampagnen zur Attraktivitätssteigerung der Bahnberufe, Unterstützung von betrieblicher Ausbildung über den Bedarf – zu nutzen. Abschließend seien sich beide Seiten einig gewesen, dass zumindest hinterfragt werden müsse, ob die Aufstellung der Infrastrukturunternehmen der DB AG als gewinnorientierte Kapitalgesellschaften wirklich die bestmöglichen Ergebnisse für den Verkehrsträger Schiene bringen würden.


red, Titelfoto: mofair

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