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Verkehrsvertrag für Netz Elster-Geiseltal unterzeichnet

© DB AG / Jörg Bönisch

Die Deutsche Bahn wird auch in den kommenden Jahren die Verkehrsleistung im Netz Elster-Geiseltal erbringen. Der dazugehörige Verkehrsvertrag, der eine Laufzeit bis 2024 bzw. 2032 hat, wurde vor gut einer Woche unterzeichnet.


Am 1. Juli unterzeichneten Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel und Wolfgang Weinhold, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Südost, den Verkehrsvertrag für das Eisenbahnnetz Elster-Geiseltal. Zum Netz gehören die Regionalbahnlinien RB 78 (Merseburg–Querfurt) und RB 76 (Weißenfels–Zeitz). Der Verkehrsvertrag, der im Dezember 2019 in Kraft tritt, gilt bis Dezember 2032 bzw. für die Strecke Weißenfels–Zeitz nur bis Dezember 2024. Für die Strecke Weißenfels–Zeitz besteht die Möglichkeit später den Vertrag zu verlängern oder die Strecke in ein anderes Netz zu übernehmen.

© DB AG / Jörg Bönisch

Jährlich wird DB Regio auf beiden Linien insgesamt etwa 800.000 Zugkilometer fahren und etwa 300.000 Fahrgäste befördern. Der Vertrag hat über die komplette Laufzeit ein geschätztes Volumen von mehr als 120 Millionen Euro.

„Wir engagieren uns für ein attraktives Nahverkehrsangebot auch auf dem Lande und für den Erhalt kleiner Bahnstrecken“, erklärte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel. Die Nahverkehrsservicegesellschaft Sachsen-Anhalt (NASA) hatte die Leistungen im Auftrag des Landes europaweit ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt im Oktober 2018 die DB Regio AG, die bereits jetzt die Leistungen auf beiden Strecken erbringt. Ab Dezember 2019 wird das Angebot der Burgenlandbahn auf neuer vertraglicher Grundlage fortgeführt.

DB Regio wolle für die zukünftigen Verkehre auf Altbewährtes in Verbindung mit neuem Komfort und verbesserten Service setzen, teilt das Unternehmen mit. „Wir haben auf diesen Linien eine gute Vertaktung zu anderen Netzen und eine stabile Pünktlichkeit, das wollen wir beibehalten“, so Wolfgang Weinhold, Regionalleiter Regio Südost. „Neue Standards wollen wir mit der Ausstattung der Fahrzeuge und unserem Serviceangebot setzen.“

Künftig sollen auf dem Netz modernisierte Dieseltriebwagen vom Typ VT 641 zum Einsatz kommen. Die Fahrzeuge bieten 60 Sitzplätze und bis zu 9 Stellplätze für Fahrräder. Zudem seien die Triebwagen mit WLAN und Steckdosen sowie einer behindertengerechten Toilette und einem Fahrgastinformationssystem ausgestattet. Im Zug soll bei jeder Fahrt ein Kundenbetreuer anwesend sein, der als Ansprechpartner für Reisende und für den Verkauf von Fahrscheinen zuständig ist.


red, Titelfoto: DB AG

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