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Fahrdienstleiter versucht Lok mit Pkw abzuschleppen – Selbsthilfe misslingt

© Pixabay

Um eine fehlgeleitete Elektrolok von einem Nebengleis ohne Oberleitung zu holen, versuchte in der Nacht zum Montag ein Fahrdienstleiter mit seinem Pkw das Triebfahrzeug selbst abzuschleppen. Das misslang. Kurz darauf waren Beamte des Polizeireviers Westerstede am Ereignisort.


Laut Polizeiangaben meldete am frühen Montagmorgen (15. Juli) ein Anwohner, dass sich am Bahnhof Westerstede-Ocholt ein Pkw im Gleisbereich offensichtlich festgefahren habe. Als die Streife am Ereignisort eintraf, wurde sie bereits von einem Lokführer empfangen, der angab, dass der Pkw dem Fahrdienstleiter des Bahnhofs gehöre. Die Geschichte, die die Beamten dann zu hören bekamen, ließ sie mehr als Schmunzeln.

Was war passiert? Nach ersten Ermittlungen hatte der 61-jährige Fahrdienstleiter zunächst eine einfahrende Elektrolokomotive auf ein falsches, nicht elektrifiziertes Nebengleis geleitet. Um die Lok wieder auf ein Gleis mit Oberleitung zu holen, wäre eigentlich eine Diesellok nötig gewesen. Da dem Bahnmitarbeiter aber der Aufwand der Anforderung offenbar zu groß erschien, entschloss er sich, lieber mit seinem privaten Pkw das Gleisbett zu befahren, um die Lok selbst abzuschleppen. Aber die Selbsthilfe misslang: Der Pkw des Fahrdienstleiters geriet beim Befahren der Gleise mit allen Reifen zwischen die Bahnschwellen und fuhr sich dermaßen fest, dass nun sogar ein Abschlepper angefordert werden musste, um den Pkw zu bergen.

Ob der Vorgesetzte des Fahrdienstleiters den Vorfall mit dem gleichen Humor aufnahm, wie die Polizeibeamten, darf bezweifelt werden. Glücklicherweise wurde zumindest der Bahnverkehr zwischen Oldenburg und Leer nicht durch den Zwischenfall behindert.


red, Titelfoto: Pixabay (Symbolbild)

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