Zweites östliches Umfahrungsgleis Maschen geht teilweise in Betrieb

Am vergangenen Samstag hat die Deutsche Bahn den ersten Teilabschnitt des zweiten östlichen Umfahrungsgleises in Maschen in Betrieb genommen. Mit einer kompletten Fertigstellung wird erst im Jahr 2021 gerechnet. 


Um Engpässe im Bereich des Eisenbahnknoten Hamburg zu beseitigen, wurden mehrere Infrastrukturmaßnahmen beschlossen, zu denen auch das zweite östliche Umfahrungsgleis Maschen gehört, dass seit dem 13. Juli teilweise in Betrieb ist. Langfristiges Ziel ist es, die Streckenkapazität für Güterzüge zu steigern, da die Bahnstrecke zwischen dem Rangierbahnhof Maschen und Hamburg-Harburg eine der wichtigsten Verbindungen für die Hamburger Seehäfen ist. Auch wenn sich nun der erste Teil des Gleises im Betrieb befindet, solle sich die Anzahl der Züge vorerst nicht wesentlich verändern, zumindest nicht bis auch der Rest der Schallschutzwand entlang des östlichen Ortsteils Hörsten fertiggestellt sei, erklärt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis.

Im Rahmen der Baumaßnahme für das zweite östliche Umfahrungsgleis in Maschen wurden rund 3,5 Kilometer Gleis und sieben Weichen sowie zwei Eisenbahnüberführungen (Bereich Deichstraße und Fluss Seeve) neu errichtet. Das zusätzliche Umfahrungsgleis soll künftig von Güterzügen der Fahrtrichtung Süd/Nord, vorzugsweise aus Richtung Buchholz/Jesteburg, genutzt werden.

Wie die Deutsche Bahn mitteilt, wurden entlang des Umfahrungsgleises bislang nur auf einer Länge von rund zwei Kilometern neue bis zu fünf Meter hohe Lärmschutzwände zwischen Hörsten und Maschen errichtet. Im östlichen Ortsteil von Hörsten sollen später weitere 1.000 Meter Lärmschutzwand folgen, die ebenfalls von drei auf fünf Meter erhöht werden. Bis dahin aber könne das Umfahrungsgleis nur im ersten Abschnitt befahren werden. Die Züge fädeln daher im Bereich des östlichen Ortsteils von Hörsten wieder auf die alte Eisenbahntrasse ein.

Nach DB-Angaben habe man die Schallschutzwände auf der kompletten Länge von drei Kilometern noch nicht errichten können. Im Rahmen der ersten Ausschreibungen sei aufgrund der aktuellen Situation am Markt und der begrenzten Bauzeiträume kein Auftragnehmer gefunden worden, teilt der Bahnsprecher mit. „Aktuell laufen die Vorbereitungen für die erneute Ausschreibung, um die Fertigstellung der verbleibenden 1.000 Meter Lärmschutzwände im zweiten Quartal 2021 sicherstellen zu können“, so Meyer-Lovis.

Die DB Netz AG hatte im September 2017 mit dem Bau des zweiten östlichen Umfahrungsgleises begonnen. Die Investitionskosten, die der Bund trägt, sollen sich auf insgesamt mehr als 30 Millionen Euro belaufen.


red, Titelfoto: DB AG