Angriffe auf Zugbegleiter, Steinwurf auf Güterzug und weitere Polizeimeldungen

Polizeimeldungen in der Übersicht: +++ Unbekannter greift Zugbegleiter am Stuttgarter Hauptbahnhof an +++ Kontrolleurin im Zug angegriffen – Polizei nimmt 17-Jährigen fest +++ Steinwurf auf Güterzug +++ Person überquert Gleise vor Güterzug  +++ Pferd am Gleis löst Polizeieinsatz aus +++ Alkoholisierter Mann barfuß im Gleis +++ SEK trainiert Ernstfall in Straßenbahn +++ Mann entleert Feuerlöscher in S-Bahn +++ Jugendliche greifen 20-Jährigen an und schubsen ihn auf Gleise – Fotofahndung der Polizei Essen +++


Unbekannter greift Zugbegleiter am Stuttgarter Hauptbahnhof an

Laut Mitteilung der Bundespolizei hat ein unbekannter Mann am Donnerstag (18. Juli) gegen 16:50 Uhr einen Zugbegleiter am Stuttgarter Hauptbahnhof ins Gesicht geschlagen und steht zudem im Verdacht in einem Fernverkehrszug eine Toilettentür beschädigt zu haben.

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Bundespolizei sprach der unbekannte Mann den Zugbegleiter nach Ankunft des ICE aus Hamburg-Altona zunächst am Bahnsteig an und soll ihm daraufhin offenbar unvermittelt ins Gesicht geschlagen haben. Anschließend flüchtete der mutmaßliche Täter in den Personentunnel des Stuttgarter Hauptbahnhofs und konnte trotz sofort eingeleiteter Fahndung nicht mehr angetroffen werden. Der Bahnmitarbeiter erlitt durch die Tathandlung eine Schwellung im Gesichtsbereich. Zudem stellte eine alarmierte Streife der Bundespolizei im Rahmen der Sachverhaltsaufnahme fest, dass eine Toilettentür im ICE eingetreten war. Nach derzeitigen Ermittlungsstand geht die Bundespolizei davon aus, dass auch diese Tat dem unbekannten Mann zuzurechnen sei.

Der mutmaßliche Täter wird als etwa 175 cm groß, mit schlanker Statur, hochgestellten Haaren und mit einem europäischen Phänotyp beschrieben. Er soll zum Tatzeitpunkt eine Sonnenbrille, sowie ein grünes T-Shirt und eine grüne kurze Hose getragen haben.

Die Bundespolizei Stuttgart (Tel. 0711870350) hat zum Vorfall die Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung und Sachbeschädigung aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang nach Zeugen.


Kontrolleurin im Zug angegriffen – Polizei nimmt 17-Jährigen fest

Die Polizei hat am Donnerstagabend (18. Juli) am Lüner Hauptbahnhof einen Mann festgenommen, der in einem Zug von Münster nach Dortmund eine Kontrolleurin angegriffen hatte.

Die Beamten wurden gegen 22.15 Uhr alarmiert. Den ersten Zeugenangaben zufolge hatte die 38-jährige Kontrolleurin den Mann gemeinsam mit zwei Kollegen zuvor in dem Zug kontrolliert und festgestellt, dass sein Ticket nicht ausreichend war. Als er daraufhin aufgefordert wurde nachzuzahlen, reagierte er aggressiv und es kam zu einer verbalen Auseinandersetzung. In diesem Zuge nahm der Mann demzufolge sein Fahrrad und schlug die 38-Jährige damit. Sie trug dabei leichte Verletzungen davon.

Am Lüner Hauptbahnhof verließen die Kontrolleure mit dem Mann den Zug und wurden durch die Polizei in Empfang genommen. Auch in Anwesenheit der eingesetzten Beamten beruhigte sich der 17-jährige Lüner nicht und schrie herum. Er wurde daraufhin trotz Gegenwehr festgenommen und zur nächstgelegenen Wache gebracht.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er einem Erziehungsberechtigten übergeben. Die Ermittlungen hat die Bundespolizei übernommen.


Steinwurf auf Güterzug – Zeugenaufruf der Bundespolizei

Am Donnerstag (18. Juli) informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn gegen 23 Uhr die Bundespolizei in Magdeburg über einen Steinwurf auf einen Güterzug am Bahnhof Burg. Eine Streife der Bundespolizei begab sich unverzüglich zum Tatort. Mit Unterstützung der Landespolizei wurden am Bahnhof Burg fünf Personen gestellt. Beweise, dass diese Jugendlichen für den Steinwurf verantwortlich waren, konnten die Beamten vor Ort zunächst nicht erbringen. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Allerdings, so teilt die Polizei mit, waren zwei der Jungen, ein 14- und ein 15-Jähriger, abgängig aus einer in Burg befindlichen Sozialeinrichtung. Die Beiden wurden nach den polizeilichen Maßnahmen an ihre Betreuer übergeben.

Bei dieser Tat handelt es sich um eine Straftat, bei der es zu erheblichen Sach- und Personenschäden kommen kann. Glücklicherweise ist hier niemanden etwas passiert.

Die Bundespolizei sucht nun nach Zeugen der Tat. Sachdienliche Hinweise werden in der Bundespolizeiinspektion Magdeburg (Tel.: 0391 / 56549555), unter der kostenfreien Bundespolizei – Hotline (Tel.: 0800 / 6888 000) oder bei jeder anderen Polizeidienststelle entgegengenommen. Hinweise können auch über das Hinweisformular auf der Bundespolizei-Homepage gegeben werden.


Person überquert bei Neuwied/Leutesdorf Gleise vor Güterzug 

Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Trier überquerte eine bislang noch unbekannte Person am Sonntag (14. Juli) gegen 18:51 Uhr unmittelbar vor einem Güterzug die rechtsrheinische Bahnstrecke zwischen Leutesdorf und Neuwied. Als der Triebfahrzeugführer die Person wahrnahm, gab er einen Achtungspfiff ab und leitete eine umgehend eine Schnellbremsung ein. Ein mögliches Erfassen der Person konnte durch den Eisenbahner nicht ausgeschlossen werden.

Bei der anschließenden Nachschau durch Kräfte der Bundes- und Landespolizei konnten am Triebfahrzeug sowie am gesamten Güterzug keine Hinweise auf einen Personenunfall festgestellt werden; eine Absuche der Bahnstrecke, der angrenzenden Böschung sowie des Rheinufers – mittels Boot der Feuerwehr – verlief ebenfalls ohne Feststellungen. Ein zur Unterstützung angeforderter Hubschrauber der Landespolizei Hessen suchte den Bereich großräumig mittels Wärmebildkamera ab – auch hier ohne Feststellungen.

Der betroffene Triebfahrzeugführer stand augenscheinlich unter Schock und musste abgelöst werden.

Durch den Vorfall war die Bahnstrecke bis 21:46 Uhr beidseitig gesperrt. Es kam zu erheblichen Zugverspätungen, bzw. Teil- und Totalausfällen. Ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr wurde durch die Bundespolizei Trier eingeleitet.


Pferd am Gleis löst Polizeieinsatz aus

Am Samstagmorgen (13. Juli) wurde die Bundespolizei gegen 8 Uhr über ein Pferd in der Nähe der Bahnstrecke zwischen Neumünster und Büsum informiert. Einer Polizeistreife gelang es kurze Zeit später das Tier wieder auf die Weide zu treiben. Die Beamten informieren den Tierhalter und konnten ermitteln, dass das Gatter nicht ordnungsgemäß verschlossen war.


Alkoholisierter Mann barfuß im Gleis

Am Sonntag (14. Juli) informierte ein Lokführer die Bundespolizei über eine männliche Person, die sich am Güterbahnhof in Husum im Gleisbereich aufhielt. Die eingesetzte Streife konnte den stark alkoholisierten Mann wenig später feststellen. Dieser hatte barfuß die Gleise überquert und wurde von den Beamten aus dem Gefahrenbereich geholt. Die Bahnstrecke wurde kurzfristig gesperrt; es kam aber zu keinen Zugausfällen. Der 30-Jährige wurde  vorübergehend in Obhut genommen.


SEK trainiert Ernstfall in Straßenbahn

Das Spezialeinsatzkommando (SEK) des Landes Niedersachsen hat am Samstag (13. Juli) in Hannover-Wettbergen den Ernstfall trainiert. Laut Mitteilung der Polizei waren an der groß angelegten Spezialfortbildung neben der ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, die Polizeidirektion Hannover, die Polizeiakademie Niedersachsen und das SEK Schleswig-Holstein beteiligt. Unterstützt wurde die Übung vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), die für die Fortbildung den 20 Statisten täuschend echte Verletzungen für ein möglichst realitätsnahes Szenario schminkten. Insgesamt waren rund 100 Personen am Training beteiligt.

Übungsannahme: Mehrere islamistisch motivierte Täter verüben einen Anschlag am Hauptbahnhof Hannover, der mit einer Geiselnahme von einer Vielzahl von Unbeteiligten in einer Stadtbahn der ÜSTRA endet. Die Bahn wird anschließend an der Haltestelle Tresckowstraße in Wettbergen gestoppt. „Szenarien wie diese stellen eine Ausnahmesituation dar, für die wir dennoch professionell aufgestellt sein müssen. Deshalb ist es enorm wichtig, diese und andere Szenarien unter realistischen Bedingungen, wie wir sie heute hier gesehen haben, regelmäßig zu trainieren“, sagte LKA-Vizepräsident Bernd Gründel.

Übungsszenario: Das SEK musste nacheinander unterschiedliche Bedrohungslagen innerhalb der von der ÜSTRA bereitgestellten Stadtbahn lösen – am Ende die Geiseln befreien und die Täter überwältigen. Dabei sind auch Schüsse gefallen – diese allerdings aus Übungswaffen.

Der Nahverkehr wurde für die Übung nicht beeinträchtigt, da an der Haltestelle Tresckowstraße derzeit Baumaßnahmen stattfinden.


Mann entleert Feuerlöscher in S-Bahn

Ein 21-jähriger Mann hat nach Angaben der Bundespolizei Berlin in der Nacht zu Samstag (13. Juli) gegen 2 Uhr einen Feuerlöscher in einer S-Bahn aus der Halterung entwendet und diesen während der Fahrt auf Höhe des Bahnhofs Plänterwald entleert. Des Weiteren habe der Mann das Gehäuse einer Signallampe zerstört. Der Triebfahrzeugführer fuhr bis zum S-Bahnhof Treptower Park weiter und unterbrach dort die Fahrt. Alarmierte Bundespolizisten nahmen den Mann dort vorläufig fest. Die Bundespolizei leitete gegen den 21-jährigen deutschen Staatsangehörigen Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung und wegen des Missbrauchs von Nothilfemitteln ein.


Jugendliche greifen 20-Jährigen an und schubsen ihn auf Gleise – Fotofahndung der Polizei Essen

Die Polizei Essen/ Mülheim an der Ruhr teilt mit: Am 22. Juni (Samstag) gegen 16:45 Uhr hat eine Gruppe Jugendlicher und Heranwachsender einen 20-Jährigen in der U-Bahnhaltestelle Berliner Platz angegriffen. Nun sucht die Polizei mit Bildern einer Überwachungskamera nach den Tatverdächtigen. Unvermittelt soll die Gruppe den 20-Jährigen attackiert haben. Sie schlugen und traten den Mann wechselseitig. Der 20-Jährige wurde schließlich auf die Gleise geschubst. Diese konnte er glücklicherweise vor Einfahrt der nächsten Bahn eigenständig und nur mit leichten Verletzungen verlassen. Offenbar wurde die Tat aus der Gruppe heraus gefilmt. Jedoch zeichnete auch eine Überwachungskamera die Szene auf. Nun sucht das Kriminalkommissariat 31 die videografierten Personen. Gegen sie wird wegen schwerer Körperverletzung ermittelt. Wer kennt die Jugendlichen? Hinweise zu ihrer Identität nimmt die Polizei unter 0201/829-0 entgegen.


red, Titelfoto: Bundespolizei (Symbolbild)

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