Bundespolizei stellt Jugendliche nach Bewurf eines Zuges

Am vergangenen Mittwoch haben zwei Jugendliche einen Zug offenbar mit einer Plastikflasche beworfen. Die Bundespolizei warnt vor derartigen Handlungen und hat Ermittlungen eingeleitet.


Einer Mitteilung der Bundespolizei zufolge haben Jugendliche am Mittwochabend (17. Juli) auf der Bahnstrecke zwischen Fulda und Bebra in der Nähe des Bahnhofs Hünfeld einen Zug mit einem zunächst unbekannten Gegenstand beworfen. Ein Lokführer informierte gegen 20 Uhr die Bundespolizei über einen möglichen Steinwurf auf seinen Zug.

Nachfolgende Züge durften den betreffenden Bereich anschließend nur noch langsam durchfahren. In der Folge kam es bei fünf Zügen zu geringen Verspätungen.

Bei den Werfern soll es sich nach Angaben eines Bahnmitarbeiters um zwei Jugendliche gehandelt haben. Bundespolizisten trafen noch im Nahbereich zwei Jungen im Alter von 16 und 17 Jahren an. Die beiden sagten nach Polizeiangaben aus, nur eine Plastikflasche geworfen zu haben.

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Über mögliche Schäden am Zug liegen keine Informationen vor.

Wie ein Bundespolizeisprecher erklärte, könne es durch solche Handlungen zu Unfällen, Personen- oder Sachschäden, kommen. Die Folge für den Verursacher wären strafrechtliche Konsequenzen sowie zivilrechtliche Forderungen. „Nicht nur Steine, auch gefüllte Plastikflaschen können bereits zu Beeinträchtigungen bzw. Beschädigungen führen und somit eine gefährliche Situation herbeiführen.“

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Mögliche Hinweisgeber werden gebeten, sich telefonisch unter 0561/81616-0 bzw. der kostenfreien Hotline 0800 6 888 000 oder über das Online-Formular der Bundespolizei zu melden.


red, Titelfoto: Bundespolizei (Symbolbild)