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ÖBB färbt Schienen weiß – Versuchsprojekt gegen Hitzeschäden

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben in der Nähe von Bludenz einen Feldversuch gestartet, mit dem getestet werden soll, ob sich durch weißgefärbte Schienen Hitzeschäden am Gleisoberbau verringern lassen.


Mit einem Feldversuch wollen die ÖBB testen, ob sich Hitzeschäden wie Schienenverdrückungen oder Gleisverwerfungen verringern lassen. Auf einer Bahnstrecke in der Nähe von Bludenz in Vorarlberg wurden daher die Schienenstränge über eine Länge von rund fünf Kilometern weiß eingefärbt. Nach Angaben der ÖBB handelt es sich dabei um ein „sehr vielversprechendes“ Projekt, dass dem Aufheizen der Schienen bei starker Sonneneinstrahlung vorbeugen soll. Man erhoffe sich dadurch „eine wirksame Maßnahme gegen die Auswirkungen des Klimawandels“, sagte ÖBB Infrastruktur-Vorstand Franz Bauer laut einer Meldung der APA. Untersuchungen hätten ergeben, dass sich damit die Temperaturen der Schienen um fünf bis acht Grad Celsius senken ließen. Diese Methode sei bereits in der Schweiz und in Italien bekannt, wo sich temperatursenkende Effekte durch die weiße Farbe bereits bestätigt hätten. Die ÖBB will nun das ganze Jahr über analysieren, ob sich die Schienenstränge damit tatsächlich weniger verformen. Sollte das Projekt erfolgreich verlaufen, sei eine Ausweitung auf ganz Österreich geplant.

Um die Farbe auf das Gleis aufzutragen, wurde zwei Jahre lang geforscht und von der Lehrwerkstätte Feldkirch ein spezielles Gefährt entwickelt, an dem ein Sprühgerät befestigt ist. Der Wagen bewegt sich mit etwa fünf bis sieben Stundenkilometer, wobei die Farbe beim Auftragen nur auf die Schiene und nicht in den Untergrund oder das Gleisbett gelangen soll.


red, Titelfoto: ÖBB/APA

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