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Bund und Bahn wollen bis 2029 über 86 Milliarden Euro ins Schienennetz investieren

© Bahnblogstelle

Der Bund investiert deutlich mehr Geld in den Erhalt des Schienennetzes als bisher. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kündigte am Freitag „das größte Modernisierungsprogramm für die Schiene“ an, „das es je in Deutschland gab“. Insgesamt sind rund 86 Milliarden Euro für die kommenden zehn Jahre ab 2020 geplant. 


Der Bund und die Deutsche Bahn haben sich auf wesentliche Regelungen für eine neue Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) geeinigt. Von den insgesamt 86,2 Milliarden Euro trägt der Bund 62 Milliarden Euro, hinzu kommen 24,2 Milliarden Euro Eigenmittel von der Deutschen Bahn, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Die von fünf auf zehn Jahre verlängerte Laufzeit der LuFV gibt dem Staatskonzern zudem die Möglichkeit, längerfristig zu planen.

Die derzeitige, fünf Jahre laufende LuFV sieht Investitionen von im Schnitt 5,6 Milliarden Euro jährlich für die Instandsetzung der Schiene vor. Die nun für zehn Jahre geplanten 86,2 Milliarden Euro bedeuten 8,62 Milliarden Euro pro Jahr, „eine Steigerung um 54 Prozent“, wie der Verkehrsminister hervorhob. Dem AFP-Bericht zufolge soll die Summe in Sprüngen steigen. In den Jahren 2020 bis 2024 etwa ist eine Steigerung auf 7,9 Milliarden Euro jährlich geplant, 2029 sogar der Anstieg auf den Höchstwert in dem Zehn-Jahres-Zeitraum: auf 9,6 Milliarden Euro. Laut Scheuer wolle man mit den Investitionen überalterte Anlagen ersetzen, Barrierefreiheit schaffen und das Baustellenmanagement und den Zustand der Eisenbahnbrücken verbessern.

Der Verkehrs- und der Haushaltsausschuss sowie der Bundestag müssen der neuen LuFV noch zustimmen. Zu der Summe für die Modernisierung des Schienennetzes kommen laut dem Bericht noch weitere Milliardensummen für den Ausbau der Schiene und die Digitalisierung hinzu.


red/AFP, Titelfoto: Bahnblogstelle

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